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DDR- vs. SDR-RAM

  1. Fazit

Als die ersten Infos zum DDR-RAM bekannt wurden, war man überzeugt davon, dass dies ein neuer, großer Durchbruch werden würde. Und schon als auf den Geforce-Karten DDR-RAM verwendet wurde, hatte man viel mehr Leistung als mit gewöhnlichem SDR-RAM. Die angeblich so große Neuerung war eigentlich nichts neues, denn es wurde einfach nur die Taktfrequenz verdoppelt. Trotzdem erwies sich das auf Grafikkarten als sehr sinnvoll, denn dort wurde diese Geschwindigkeit aufgrund des großen Datenflusses auch wirklich gebraucht. Doch als die ersten DDR-RAM-Bausteine als Ersatz für SDR-RAM herauskamen gab es eine große Enttäuschung. Sie brachten nur sehr wenige Prozent mehr Leistung und waren zudem auch noch teuer. Letzteres legte sich aufgrund der überproduktion schnell wieder. Aber warum sollte man DDR-RAM noch kaufen? Woran liegt es, dass dieser Speicher so wenig Leistungsschub bringt? Die Frage lässt sich mit ein wenig überlegung leicht klären. Man braucht diese Geschwindigkeit einfach nicht. Auf Grafikkarten ist der SDR-RAM das „Nadelöhr“ gewesen, aber auf dem Mainboard braucht man diese Geschwindigkeit überhaupt nicht. Witerhin sagt die doppelte Taktfrequenz nicht aus, dass der Speicher auch doppelt so gut und schnell ist.

Deshalb haben wir den DDR-RAM auf Geschwindigkeit getestet. Unser Testsystem bestand aus einem AMD K7 Athlon Thunderbird C 1,4 GHz 133 Mhz FSB mit dem Mainboard Elitegroup K7S5A mit SiS 735 Chipsatz und Unterstützung für DDR- und SDR-RAM. Getestet haben wir 256 MB DDR- bzw. SDR-RAM. Als Betriebssystem wurde Windows XP Professional verwendet.

Als Benchmark diente uns SiSoft Sandra 2001 Standard - Memory Benchmark:

bench_sandra2001.gif


Der Speicherdurchsatz vom DDR-RAM ist circa 23% größer als der des SDR-RAM.
Nicht unerheblich soweit. Das verkürzt natürlich die Ladezeiten vor allem von großen Anwendungen, aber eben nur so viel, dass man daon kaum Notiz nimmt. Ein wenig bemerkbar macht es sich bei Spielen, wie man am speicherintensiven Quake 3 Arena sieht:

bench_quake3arena.gif


In 640x480 liegt der Versprung von DDR-Ram noch bei über 9 Prozent. Bei hohen Auflösungen verschwinden die Unterschiede aufgrund der CPU-Limitierung.

Hier noch einige Benchmark-Ergebnisse in Tabellenform. Alle Tests wurden in 1024x768 und 32 Bit Farbtiefe durchgeführt:

                SDR-Ram        DDR-Ram
3DMark 2001:    3794           3902
DorneZ:         59,45 fps      59,71 fps
Serious Sam:    45,6 fps       46,6 fps

Nur in 3DMark 2001 sind Unterschiede sichtbar. Die Werte von Serious Sam und des DirectX8-Spieles DroneZ sind bis auf maximal 1 Frame pro Sekunde identisch.

Fazit

Es lohnt sich nicht sein System auf DDR-RAM umzurüsten, da die Relation von Kostenaufwand für ein neuses Mainboard und Leistungsgewinn nicht stimmt. Wenn man sich allerdings ein neues System zulegt, oder sowieso ein neues Mainboard kaufen will, kommt man um DDR-RAM kaum mehr herum, denn er ist inzwischen nur unwesentlich teurer und die meisten neuen Mainboards haben inzwischen nur noch DDR-RAM-Bänke.

Johannes Köpcke (impic at progamerz.com)
Mittwoch, 24. Oktober 2001
„Du nanntest mich Newbie, noch völlig unbegründet, doch bin ich ein Newbie, hüt’ dich vor meinen Teamkills!“

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