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Elitegroup K7S5A

  1. Technische Daten
  2. Ausstattung
  3. Wertung

Dieses Board ist eines der ersten SiS735-Boards und hält an Leistung, was es verspricht. Das SiS-Referenzboard war zwar einen Tick schneller, doch mit einem KT266- oder AMD760-Board kann es das K7S5A (mit DDR-Ram) dennoch aufnehmen.

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SiS735-Chip.


Jedoch gibt es unverzeihliche Qualitätsmängel, was natürlich eine starke Senkung der Gesamtwertung zur Folge hat.
Gleich nach dem Kauf des Mainboards stellten wir fest, das es beschädigt war. Das erste Testboard gab weder Pieptöne, noch andere Signale von sich. Im Einzelfall hätte dies hier eventuell keine Erwähnung gefunden, doch beim zweiten Testmodell war der der Secondary IDE defekt, was auf einen starken Qualitätsmangel vor allem bei der Herstellung vermuten lässt. Um die ganze Sache noch abzurunden, wurde unser AMD Thunderbird 1400 bei jedem 10ten Start als 700-MHz-CPU erkannt. Nach dem dritten Umtausch lief dann alles korrekt.

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Board-Design.


Weiterhin suchten wir vergeblich nach einer Möglichkeit, den Prozessor zu übertakten. Auch sonst ist das AMI-Bios sehr spartanisch. Positiv stimmte uns die Option „Load best Performence Settings“ und „Load Optimal Settings“. Die Freude verschwand aber, als wir unter Windows in verschiedensten Benchmarks und Spielen keine Veränderungen verspüren konnten. Das einzig positive am Bios ist der Hardware-Monitor. Dieser enthält Informationen zur Mainboard- und CPU-Temperatur, den Spannungen und der installierten Lüfter. Leider fehlt die Option, den PC automatisch bei zu hoher Temperatur auszuschalten. Ein entsprechendes Tool ist zum Beispiel „HMonitor“.
Leider enthält die mitgelieferte CD keine Tools wie dieses.
Am Mainboard muss man aber ganz deutlich die Unterstützung von SDR- und DDR-Ram-Modulen unterstreichen. Dies bieten nur wenige andere. Zu beachten ist allerdings, dass man immer nur eines der beiden, SDR- oder DDR-Ram, nutzen kann. Ein Mix ist nicht möglich.

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Maus, Tastatur, 2xUSB, 100MBit-LAN.


Nützlich ist auch das optionale 100MBit-LAN-OnBoard, was etwa 20 DM Aufpreis kostet. So spart man gleich einen PCI-Slot. Von denen hat das Motherboard übrigens reichliche 5, da das ATX-Format voll ausgenutzt wurde.

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DDR(blau)- und SDR(schwarz)-Support.


Das K7S5A ist ein Mainboard für sparsame und kann den OEM-Charakter kaum verbergen. Für circa 150 Mark bekommt man ein Board, was zwar seine Macken hat und keine Übertaktungsmöglichkeit bietet, dafür aber recht schnell ist und SDR- und DDR-Ram unterstützt. Damit ist das K7S5A zumindest ein klarer Preisleistungs-Sieger. Auch muss man ihm zugestehen, dass es weder mit Marken- noch mit NoName-Speichermodulen abgestürzt ist – getestet haben wir das unter Windows 98SE und Windows XP.

Technische Daten

  • Baunorm: ATX (30.5 cm x 24.4 cm)
  • Chipsatz: SiS 735
  • Socket-A for AMD K7 (Athlon/Duron)
  • 200/266 (100/133) Mhz FSB
  • AGP-Modes: 2x/4x
  • RAM-Steckplätze: 2x DDR und 2x SDR
  • DDR(184-pin) bis 266 Mhz
  • SDR(168-pin) bis 133 Mhz
  • Maximal 1024 MB RAM (2x512 MB)
  • UDMA-Modi: 33/66/100
  • Sound-Onboard (AC97, 2.1, 18-bit Analog Digital Converter (ADC), 18-bit Digital Analog Converter (DAC), 18-bit stereo full-duplex codec)
  • Maus: PS/2
  • Tastatur: PS/2
  • USB: 2 (+2 Extern möglich)
  • Parallel: 2 (ECP, EPP-Unterstützung)
  • Seriell: 2 (16550-compatible fast UART)
  • Infarot: 0 (optionales Modul)
  • AGP-Steckplatz (2.0 Interface)
  • PCI-Steckplätze: 5 (32-bit, 2.2 Interface)
  • AMR-Steckplätze: 1
  • IDE: 2 (Primary und Secondary)
  • Programmable input/output (PIO)
  • Multiword DMA
  • Floppydrive (bis 1 MB/s)
  • Power ON: Keyboard, LAN, Modem, USB
  • ACPI: 1.0b
  • APM: 1.2
  • BIOS: American Megatrends Inc. (AMI)
  • Hardware-Monitor: CPU, Kühler, Voltages
  • Viren-Schutz: Trend’s ChipAwayVirus
  • Plug&Play

Ausstattung

  • Handbuch: 37 Seiten, Englisch
  • 1 UDMA-100-IDE-Kabel
  • 1 Floppy-Kabel
  • Treiber- und Tool-CDROM

Wertung

Gesamt
82%
Leistung DDR
91%
Leistung SDR
83%
Ausstattung
60%
Qualität / Verarbeitung
71%
Übertaktbarkeit
0%
Johannes Köpcke (impic at progamerz.com)
Donnerstag, 10. Januar 2002
… Ich glaub schon, Brain! Aber der Weihnachtsmann? Ich meine, können wir dem trauen?

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