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Microsoft Natural Keyboard Pro

  1. Design
  2. Anschlüsse
  3. Lieferungsumfang
  4. Fazit
  5. Wertung

Microsoft, bekannt und oft verflucht (auf das Thema möchte ich nicht näher eingehen, ähem), ist das, was die Firma des reichsten Mannes der Welt jetzt ist, durch Software geworden. Dass Bill Gates’ Haupteinnahmequelle aber auch anders kann, bewies sie im April diesen Jahres. In eben diesem April erschien das Microsoft Natural Keyboard Pro.
Neben dem noch etwas ungewöhnlichen Design (siehe unten) bietet es 19 Hotkeys und die selbstverständlichen 107 normalen Tasten. Außerdem integriert sind zwei USB-Anschlüsse, an denen man direkt eine Maus anschließen kann. Die Verbindung mit dem Mainboard stellt wahlweise ein USB- oder ein PS/2-Stecker oder beides gleichzeitig her.

Design

Das (auf den ersten Blick etwas merkwürdig erscheinende) Design hat durchaus seine Vorzüge. Bequem kann man die Handballen auf die großzügige Ablage vor den Tasten legen, während man (von der Form des Keyboards gewissermaßen gezwungen) mit allen zehn Finger auf die Tastatur einhackt. Wer zuvor mit nur zwei oder drei Fingern geschrieben hat, sollte sich schnell an das Zehn-Finger-Tippen gewöhnen. Die Tastatur zwingt einen quasi dazu durch ihr außergewöhnliches Design.
In der Mitte, zwischen den Alphabets-Tasten befinden sich die drei LEDs, die die Aktivierung der Num- und der Capslock-Taste sowie der Scrollfunktion anzeigen.
Die gesamten Tasten der untersten Reihe (also Strg, Windows, Alt, Leertaste, Alt Gr usw.) sind ungewöhnlich wuchtig geworden. An der Tatsache, dass ich bisher oft die Leertaste verfehlt habe, hat das noch nichts geändert.
Über den Funktionstasten F1 bis F12 befinden sich die ersten 16 Abkürzungstasten. Sie sind nicht individuell belegbar, sondern steuern nur die Funktionen Zurück (Browser), Vorwärts (Browser), Abbrechen (Browser), Aktualisieren (Browser), Suchen (Browser), Favoriten (Browser), Startseite (Browser, öffnet entweder ein neues Internetfenster oder geht, wenn bereits eins geöffnet ist, zur Startseite zurück), E-Mail (Standard Email-Programm), Ton aus, Lautstärke lauter & leiser, Pause (Medien-Programm), Stopp (Medien-Programm), Vorheriger Titel (Medien-Programm), Nächster Titel (Medien-Programm) und Medien (öffnet das Standart Medien-Programm).
Über dem Nummernblock befinden sich die letzten drei Shortcuts, von denen man zwei mittels eines mitgelieferten Programms individuell selber belegen kann. Ursprünglich sind Arbeitsplatz und der Windows Rechner eingestellt. Wird auf den neunzehnten Hotkey gedrückt, wird der Standby-Modus aktiviert. Dies funktioniert aber nur, wenn die entsprechende Option im Power Managment des BIOS aktiviert ist.

aufbau.jpg
Der Aufbau des Natural Keyboard Pro.

Anschlüsse

Das Microsoft Natural Keyboard Pro besitzt einen USB- und einen PS/2-Anschluß. Man kann beliebige Kombinationen verwenden, wobei bei einigen die Funktionalität des Keyboards leicht eingeschränkt wird (speziell bei den Shortcut-Tasten).
Wer bereits alle USB-Anschlüsse an seinem PC belegt hat, dem liefert Microsoft quasi noch eine Art Mehrfachstecker mit: Das normale Kabel, mit dem das Keyboard mit dem PC verbunden ist, ist umgeben von zwei USB-Buchsen, die in die Tastatur hinenführen und sich schließlich mit dem USB-Anschluss, welcher die Tastatur mit dem Mainboard verbindet, vereinigt. Das ist ungemein praktisch, wenn man noch ein paar zusätzliche Mäuse, ein Lenkrad oder einen Joystick per USB anschließen möchte.

Lieferungsumfang

Mitgeliefert wird neben der Tastatur selbst, auf die übrigens eine Garantie für drei Jahre besteht, ein kleines Heft mit Installationsanweisungen in Deutsch, Englisch und Französisch und die benötigte Software.

Fazit

Durch seine ungewöhnliche Form, an die man sich allerdings sehr schnell gewöhnt, und seine 19 Abkürzungstasten sowie der Möglichkeit, entweder den USB-, den PS/2- oder beide Anschlüsse zu verwenden, hebt sich das Microsoft Natural Keyboard Pro von meinen bisherigen Keyboards positiv ab. Das einzige Manko, das bei mir persönlich etwas schwerer ins Gewicht fällt, ist die schwere Erreichbarkeit der Leertaste, auch, wenn sie verhältnismäßig groß ausgefallen ist.

Wertung

Gesamt
88%
Installation
92%
Ergonomie
89%
Funktionalität
92%
Zubehör
78%
Georg Holzapfel (memdee at playable.de)
Dienstag, 30. Juli 2002
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