Playable.de Tests

Command & Conquer: Yuris Rache

Seite 1WertungLeserwertungSpiele-DB
playable?
Schulnote 2
Details
Shop

Nachdem sie in Alarmstufe Rot 2 die Erde vor Yuri retten konnte, ist dieser jetzt wieder auferstanden und beabsichtigt, die Weltherrschaft zu übernehmen. Sie können in Westwood´s (nach eigener Aussage) größtem Add-on erneut zwischen Alliierten und Sowjets wählen. Beide haben sich verbündet und kämpfen jetzt gegen Yuri mit seiner Psycho-Armee, welche die neue, dritte Partei bildet.

Bekannte Qualitäten und neue Ideen

Wieder hat man es geschafft, den Mix aus Echtzeitstrategie und Action mit einer ansehnlichen Story zu versehen. Besonders gelungen sind die Zwischensequenzen und Briefings, die mit echten Schauspielern filmreif umgesetzt wurden und die insgesamt allein über eine Stunde ausmachen. Es stört nicht, dass man zugunsten der Wirtschaftlichkeit wieder auf Hollywood-Größen verziechtet hat. So gut, wie die Story umgesetzt wurde, so flach ist sie aber auch. Dennoch hat man sich gegenüber Alarmstufe Rot 2 mehr Gedanken gemacht. Diese Gedanken sind aber eher als Fantasien zu bezeichnen (was nicht negativ ist). Man kann mit Sicherheit sagen: Command & Conquer: Yuris Rache verliert den Bezug zur Realität fast vollständig. So muss man in einer der ersten Sowjet-Missionen eine Zeitmaschiene erobern, mit deren Hilfe man kurze Zeit später ein paar Millionen Jahre zurückversetzt wird. Dort kämpfen sie gegen 10 bis 20 Dinos - nach zwei Minuten geht es zurück „nach Hause“. Dieser rege Wechsel in den C&C-Teilen zwischen realitätsnaher und fiktiver Strategie verwirrt die Spieler-Gemeinde zu Recht. Auch in Zukunft wird es da keine Änderung geben. Nach dem Abstecher in die Welt von Alarmstufe Rot, soll es nun mit dem „echten“ Command & Conquer 4, dem Nachvolger von Tiberian Sun, weitergehen.

Für den, der auf actionreiche Schlachten und strategische Planung steht, egal in welchem Ambiente sich das abspielt, ist das aber alles egal. Denn C&C bleibt nun mal C&C. Auch in Command & Conquer: Yuris Rache geht es um Basisbau, Rohstoffabbau, Energiegewinnung, eine funktionierende Infra-struktur, Einheitenproduktion, Schlachten, Überfälle, Eroberungen, den Einsatz von Sondereinheiten, Massenvernichtungswaffen und Spionage.

Abwechslung pur!

Wenn man beabsichtigt, sich ein Add-on zu kaufen, sollte man sich immer fragen, was es für Neuerungen bringt. Das ist bei Command & Conquer: Yuris Rache schnell beantwortet. Anders als bei dem ebenfalls unter Electronic Arts-Flagge stehenden Titel Die Sims, handelt es sich nicht um eine lieblos zusammengestellte Sammlung von neuen Gegenständen. Bei Command & Conquer: Yuris Rache bekommt man für seine knapp 50 DM (ein Preis, der für Add-ons mittlerweile üblich ist) eine neue Story, die auf Alarmstufe Rot 1 und 2 aufbaut, eine neue Partei (Yuri mit seiner Armee), 14 neue Single-Player-Missionen (als Schauplätz dienen Hollywood, London, Kairo, Transsylvanien und sogar die Mondoberfläche) mit den dazugehörigen Zwischensequenzen, 10 Multiplayer-Maps, circa 30 komplett neue Einheiten, Gebäude und Fahrzeuge (wie „Brute“, „Virus“ und „Slave Miner“) und die zwei neuen Spielmodi „Team Alliance“ und „Battle“. Zusätzlich gibt es drei neue, neutrale Technologie-Gebäude, die von allen drei Seiten benutzt werden können.

Aber die neuen Einheiten konzentrieren sich nicht nur auf Yuri. Auch auf den anderen Seiten hat sich etwas getan. Die Sowjets müssen auf Yuri, die Clone-Station und den Psycho-Radar verzichten, da diese Dinge jetzt unter Yuri´s Machteinfluss stehen. Dafür bekommen sie den Battle Bunker, ein Gebäude in dem 5 Rekruten reinpassen die wie in einem besetzten Gebäude rausfeuern, das Industrial Plant, was die Bauzeit jeder mechanischen Unit verringert und sie um 10-15% billiger macht und den Siege Chopper, ein Helicopter der in der Luft ein Maschienengewehr hat und nach der Landung eine effektive Artielerie-Kanone besitzt.

Die Allierten bekommen den Roboter Tank, welcher von einem neuen Gebäude namens „Robot Central“ gesteuert wird nicht von Yuri übernommen werden kann, die Guardian G.I.s, welche genauso stark wie die normalen G.I.s sind und mit ihren Raketenwerfern leichte Panzer knacken können und den Battle Fortres, der 5 Marines beinhalten kann, mit einem Maschinengewehr auf dem Dach ausgerüstet ist und über Panzer fahren kann, welche dann zerstört sind.

Weiterhin wurde die KI bedeutend verbessert. Grafisch hat sich gegenüber Alarmstufe Rot 2 allerdings nichts getan.

Damit ist Command & Conquer: Yuris Rache vom Umfang her Alarmstufe Rot 2 fast ebenwürdig und auch noch ein Sieger im Preis-Leistungs-Verhältnis.

dazio (dazio at playable.de)
Mittwoch, 17. Oktober 2001
Playable ist schlichtweg eine geniale Idee.

?