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Cossacks: Back To War

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Schulnote 2

Das zweite Add-on als Stand-Alone-Version ist, genauso wie das … weiter

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Europa wurde im 17. und 18. Jahrhundert (danach wohlgemerkt auch) von Kriegen geprägt. Ein Staat bekämpfte den anderen, schloss Bündnisse mit anderen Staaten, die ein paar Jahre später wieder zerfielen. Von diesen Kriegen handelt auch Cossacks: Back To War, das inzwischen zweite Add-on von Cossacks: European War, welches als Stand-Alone-Version mit allen Features des Originalprogrammes und des ersten Add-ons erscheint - also quasi als erweiterte Gold-Version.

Spielprinzip

Wer das Hauptprogramm kennt, wird sich in dem Age of Empires ähnelndem Spielsystem sofort heimisch fühlen. In von Arbeitern errichteten Häusern (z.B. Kasernen, oder Artilleriegießereien) werden Kampfeinheiten produziert, mit denen der Spieler dann gegen andere Spieler (wahlweise Computergegner oder menschliche Mitstreiter im LAN oder Internet) zu Felde zieht. Die oben genannten Arbeiter haben aber noch andere Sachen zu erledigen als Gebäude zu errichten: Sie müssen die dafür erforderlichen Rohstoffe abbauen. Das geschieht durch Holz Hacken, Steine Klopfen, Felder Bewirtschaften oder durch das Arbeiten in Minen.
Was die Infanterie angeht, so ist diese in zwei Jahrhunderte eingeteilt: Es gibt Einheiten, die dem 17. Jahrhundert entstammen, und solche, die von den neuesten Errungenschaften des 18. Jahrhunderts profitieren. Für beide Arten Fußeinheiten gibt es eine eigene Kaserne, in der sie rekrutiert werden.

Grafik

Die Grafik ist nicht gerade das Beste in Cossacks: Back To War. Die Landschaft sieht ziemlich einseitig aus, immer die gleichen Texturen lassen das Gras (aus welchem das Land fast nur besteht) überall gleich aussehen. Das Wasser sieht recht unprofessionell aus, da wäre mehr möglich gewesen. Auch die Einheiten sind nicht die Besten: Die Fußtruppen haben hässliche schwarze, pixelbreite Umrisse und bewegen sich stocksteif und alles andere als natürlich.
Aber es ist nicht alles potthässlich bei dem zweiten Cossacks-Add-on: Die Einheiten wie Kanonen oder Schiffe bewegen sich flüssig und sehr realistisch. Und der Rauch nach den mittelmäßigen Explosionen ist exorbitant, genauso wie die Planken, die herumfliegen, wenn ein Schiff getroffen wird. Und des Kritikers Herz schlägt höher, wenn diese Planken wieder auf dem Wasser aufkommen und das ganze Meer von Trümmern und durch diese verursachten Wasserspritzern erfüllt ist. Etwas makaber, aber es sieht sehr schön aus.

Sound

Der Sound ist recht gut gelungen, die Hintergrundmusik passt gut zum Renaissance-Zeitalter, obwohl schade ist, dass sie keine extra Spannung aufbaut, wenn der Feind naht. Die Soundeffekte sind allesamt realistisch, nur einige Schreie der Sterbenden klingen etwas albern.

Steuerung

Die Steuerung, die im Echtzeit-Strategiegenre bereits Standard geworden ist und von der nur Command & Conquer regelmäßig abweicht, findet auch in Cossacks seinen Platz. Mit einem Linksklick wird eine Einheit ausgewählt oder ein Rahmen um mehrere Einheiten gezogen, und mit einem Rechtsklick auf einen freien Platz auf der Karte oder auf eine feindliche Einheit lässt die ausgewählten Einheiten dorthin laufen bzw. die feindliche Einheit angreifen. Mikromanagement ist kaum nötig in Cossacks, man muss keine Bauern einzeln anweisen, doch bitteschön diesen und nicht jenen Baum zu fällen, da diese ganz von allein den besten Baum aussuchen.

Multiplayer

Im Multiplayermodus macht Cossacks: Back To War noch einmal soviel Spaß wie gegen den Computer, da dieser nicht darauf programmiert ist, zu betrügen und Bündnisse zu verhandeln bzw. selbstständig zu brechen. Doch dies ist ja gerade das, was so viel Spaß macht. In Cossacks: Back To War kann man (wahlweise im Internet oder LAN) zwei Modi auswählen. Im Deathmatch kämpft jeder gegen jeden. Wer zuerst den anderen plattgemacht hat, gewinnt. Hingegen werden bei den realistischen Szenarien historische Schlachten nachgespielt, wie zum Beispiel die zwischen Preußen und Österreich-Ungarn, oder eine Seeschlacht zwischen England und Frankreich. Das alles beruht auf wahren Begebenheiten.

Unterschiede zum Originalprogramm

Ein Add-on hieße nicht Add-on, wenn darin keine Neuerungen gegenüber dem Hauptprogramm enthalten wären. Und Back To War hat einige davon, ohne das Spielprinzip grundlegend zu ändern. Man kann es also getrost als wirkliches Add-on bezeichnen. Hier einige der Neuerungen:

Außerdem im Add-on enthalten: Satte 101 neue historische Einzelmissionen.
Dann gibt es noch das ACS (Automatic Championship System) für den Online-Wettkampf. Dies ist ein Internet-Ranking System, in dem die 100 besten Online-Spieler die Chance haben, einmal im Monat an Meisterschaftsspielen teilzunehmen, die der GSC-Game.Net-Webserver automatisch einrichtet. Es registriert und verwaltet automatisch Siege und Niederlagen, erstellt automatisch Wettkampfräume und verteilt Bonuspunkte in der Liga.

Georg Holzapfel (memdee at playable.de)
Sonntag, 20. Oktober 2002
[10:12] *** schlaefer is now known as ashik`al`efrim

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