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Schulnote 2

Alleine in diesem Jahr wurde der Markt mit einer ganzen Menge … weiter

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Aus der Feder von Zefar Blutsporn, seines Zeichens Oberarchivar des Schwarzen Zirkels und letztes Mitglied der Legion der Verdammten:

Geliebte Kinder:
Ich sterbe. Der Segen ewiger Jugend, den ich von der schwarzen Hand des Herrn des Chaos selbst erhielt, versagt letztlich ebenso wie auch bei meinen wenigen Kameraden, die den Krieg gegen die verfluchte und erbärmliche Liga der Sieben Rassen überlebt haben.

Verbittert bin ich nicht. Wir verloren den Herrn des Chaos in der letzten Schlacht und ließen zu, dass er durch einen hinterlistigen und bösartigen Trick verbannt werden konnte. Dass ich bereits beinahe 600 Jahre gelebt habe seit den schrecklichen Tagen ist Beweis für das beständige Wohlwollen des Dunklen Herrn – auch wenn er nun in der Hölle weilen mag. Ich glaube, dass ich länger als meine Altersgenossen gelebt habe liegt unter anderem daran, dass ich mehrere Dämonen zu meinen Vorfahren zählen kann. Ich habe auch darauf geachtet, heilsame Speisen zu essen, regelmäßige Übungen zu absolvieren und mindestens einmal im Jahr Bäder in frischem Blut von Elfenjungfrauen zu nehmen – Regeln, die ihr Jungen für euch erwägen solltet, wenn ihr lange leben wollt.

Dieses Schreiben – in seinem vollen Umfang als Bestandteil der Hintergrundgeschichte zu Divine Divinity zu finden – ist wohl nicht direkt an den Spieler gerichtet. Als Einleitung für diesen Artikel habe ich es jedoch ausgewählt, weil es sehr schön die Eigenschaften dieses Spieles wiedergibt: Divine Divinity entführt den Spieler auf eine lange Reise durch die Länder von Rivellon, auf der er zahllose vielschichtige Abenteuer erleben – und mit etwas Geschick und Glück auch bestehen – kann und hierbei seine wahre Bestimmung im scheinbar endlos währenden Kampf zwischen den Mächten der Welt finden wird.

Viel mehr möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht mehr schreiben, sondern viel lieber die CD einschieben und mit euch gemeinsam die ersten Schritte auf dieser aufregenden Reise tun …

Charaktererstellung

Nachdem ich das Spiel also gestartet habe, wähle ich im Hauptmenü ein neues Spiel und sehe vor mir drei potenzielle Helden stehen: Einen Überlebenskünstler, einen Krieger und einen Magier. Gleich rechts daneben die jeweiligen weiblichen Pendants. In ihren Grundfähigkeiten (Stärke, Gewandtheit, Intelligenz und Konstitution) unterscheiden sich die verschiedenen Charakterklassen nicht sehr stark, außer dass die für die jeweilige Klasse besonders wichtige Fähigkeit etwas besser ausgeprägt ist. Zwischen den Grundfähigkeiten der männlichen und weiblichen Charaktere einer Klasse gibt es – wie in diesem Genre üblich – keine Unterschiede. Was allerdings den optischen Aspekt betrifft muss ich sagen, dass die dort vertretenen Damen doch einen sehr ansprechenden Eindruck auf mich machen : )

Aus den Grundfertigkeiten ergeben sich dann auch die Anfangswerte für die Lebenskraft und das Mana – die besondere Energie, die hinter der Magie steht. Als ich jede der Figuren anwähle, um mir ein genaueres Bild von den jeweiligen Attributen zu machen (und um mir von ihr erzählen zu lassen, wer sie denn sei und wonach sie strebe), fällt mir auf, dass es doch einen kleinen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt, der über das rein Biologische hinausgeht.

In der Welt von Divine Divinity gibt es für jede Klasse nochmals unterschiedliche Schwerpunkte: Sogenannte Pfade, welche die Überlebenskünstler und Krieger beschreiten können bzw. Kräfte, derer sich die Magier bedienen. Der jeweilige Schwerpunkt der männlichen und weiblichen Vertreter ist unterschiedlich gewählt. So hat z.B. der Überlebenskünstler die Fertigkeiten „Kuss des Attentäters“ und „Händlerzunge“, was ihn sicherlich einen guten Spion werden lässt, wobei sein weibliches Pendant mit „Identifizieren“ und „Schlösser öffnen“ wohl eher eine Karriere abseits der örtlichen Gesetzgebung machen kann.

Meine Wahl fällt auf die Kriegerin („Reparieren“ und „Elfenblick“ – was letzteres wohl sein mag?), schnell noch einen passenden Namen erdacht, ein Portrait ausgewählt und den Schwierigkeitsgrad… Ach nein, den lassen wir lieber erst mal auf „normal“. Auf jeden Fall kann es erst mal losgehen mit den „Abenteuern der großen Kriegerin Xenosophia“!

Die ersten Schritte

Ich wache in einem kleinen, von Kerzenschein erleuchteten Raum auf… Ganz schön düster hier! Klamotten hab ich schon an (Mist, Anm. d. Verf.), und meine Schuhe liegen vor dem Bett. Sandalen. Sehr hübsch!

Die Sandalen angezogen, den Heiltrank, der auf dem Nachttisch stand und ein paar Goldmünzen aus der Truhe eingesteckt, mache ich mich also auf den Weg durch die nächsten Räume. Dort finden sich einige weitere Gegenstände… Ein Messer, ein paar Teller, Tassen, Fackeln, Kerzen und ein paar Papierzettel mit diversem Geschreibsel drauf. Ich übe mich noch ein bisschen im Stühle-Rücken (schließlich kann man ja so ziemlich alle Gegenstände (sofern nicht all zu schwer) in der Gegend rum schieben) und laufe schließlich dem ersten menschlichen Wesen über den Weg. Macht einen freundlichen Eindruck, erzählt mir in ein paar kurzen Sätzen warum ich hier bin und bei der Gelegenheit erfahre ich auch gleich, dass sich hier in der Gegend ein durchgeknallter Magier rumtreibt… Ob ich ihn töten soll (den Magier, nicht den Typ mit dem ich mich grade unterhalte! Obwohl, wenn der mir noch ’ne Weile so in den Ausschnitt starrt..! Aber ich weiche ab.) Ob ich den Magier töten soll frage ich und erfahre auch gleich ein „Um Gottes Willen! Nein! Wie kann man nur auf so eine absurde…“ und so weiter und so fort.
Also nicht. Schade, aber na gut.

Was ich brauche, darf ich aus dem Haus mitnehmen und ein paar Häuser weiter finde ich auch schon den nächsten Händler. Dieser bietet mir seine Waren an und hat auch gleich den ersten Auftrag für mich.

Als ich also das Dorf erkunde und hier und da die Leute zu beklauen versuche (Verschlossene Truhen! Hätte ich nicht vielleicht doch Überlebenskünstlerin..? Egal, die können keine dicken Äxte tragen!) erfahre ich nach und nach immer mehr über einige ausgewachsene Probleme, die es in dieser Gegend wohl gibt. Die Lösung derselben erfordert natürlich eine Heldin wie mich. Natürlich!

Und noch ehe ich es wirklich begriffen hab, befinde ich mich in einem Dungeon unter dem Dorf! Frohen Mutes und voller Tatendrang ziehe ich also los und begegne den ersten Monstern …

Hoffentlich Playable.

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