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Schulnote 1

Dieses Spiel spaltet die Lager. Doom-Anhänger werden es lieben, da es … weiter

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Wenn in der Hölle mal wieder kein Platz für die Toten ist, kommen sie auf die Erde. Dieser Spruch dürfte wohl jedem Fan der Doom-Reihe bekannt sein. Mehr als 10 Jahre sind vergangen, seit id Software den großen Durchbruch mit dem in vieler Hinsicht revolutionären Spiel Doom schaffte.
Der dritte Teil der Saga ist bis dato eines der am heißesten erwarteten Spiele der Geschichte und nun endlich erhältlich.

Die Story

Doom hat eine Story? Ja, hat es. Allerdings nicht eine, wovon man einen ganzen Roman schreiben könnte, dennoch reicht diese für einen Ego-Shooter. Im Jahre 2114 haben Wissenschaftler auf dem Mars einen Teleporter entwickelt, der ein Tor zur Hölle geöffnet hat. Dadurch Strömen bösen Dämonen auf den Mars und lassen die Menschen ebenfalls zu Monstern mutieren. Nun gilt es, das Tor zu schließen und alle Monster und Dämonen zu vernichten. Mehr Story gibt es in diesem Spiel nicht. Zwar wird im Laufe des Spiels langsam erzählt, wie es zu diesem Tor kam, was eine kleinere Hintergrundgeschichte darstellt, die aber dennoch kaum dichter als die Hauptstory ist.

Das Gameplay

Wie bereits in den anderen Doom-Teilen übernehmt ihr die Rolle eines Marine, der an der Marsstation der Union Aerospace Corporation (kurz: UA Corp. oder UAC) seinen ersten Tag antritt. Daher wird man nicht sofort mit Monstern und Dämonen konfrontiert, sondern es bedarf erst, durch die halbe Station zu laufen, bevor die ersten Gegner auftauchen. Am Anfang sollt ihr einen nur einen verschwundenen Professor suchen, der sich irgendwo in den Katakomben der Marsstation aufhält, und ihn wieder zu eurem Offizier zurückbringen. Euer treuster Begleiter im ganzen Spiel ist euer PDA. Mit diesem könnt ihr Daten von diversen Computern und anderen PDAs runterladen und weitere Informationen über die Story und Zugänge in neue Sektoren der Station erhaschen, indem ihr euch die E-Mails und Sprachnotizen zu Gemüte führt. Ab und zu findet ihr auch Video-Disks, mit denen ihr mehr über die Entwickelungen von UAC erfahrt. Interessant ist auch der etwas zynische Humor, dem Spieler ab und an Spam-Mails an seinen PDA zu schicken.

Wenn euch Painkiller gefallen hat, dann werdet ihr schnell mit Doom 3 Freundschaft schließen. Im Spiel gilt es auch nur, den Finger so oft wie möglich auf der linken Maustaste zu drücken um die Horden von Gegnern zu vernichten. Allerdings müsste ihr PDAs von anderen Mitarbeitern finden um weiter zu kommen, was manchmal dazu führen kann, dass man frustriert in die Tastatur beißt, da diese oft sehr gut versteckt sind und ihr den ganzen Level danach absuchen müsst.

Eine der besten Eigenschaften von Doom 3 ist die Atmosphäre. In den Levels werdet ihr mit zahlreichen Schockeffekten nur so überhäuft, sodass man nicht mehr einfach durch die Levels rennt, sondern sich langsam vorarbeitet. Die Schockeffekte wirken zwar am Anfang ganz gut, dennoch sind diese nur von kurzer Dauer und euer Puls bleibt nicht wie z.B. bei AvP 2 in der Menschenmission die ganze Zeit auf 240. Danach ist man mehr oder weniger auf solche Momente eingestellt und erschreckt sich nicht so oft, wie am Anfang des Spiels. Da die Schockelemente immer die gleichen sind, verlieren sie schnell ihre Wirkung.

Die Waffen, die ihr im Laufe des Spiels erhaltet, dürften den meisten Doom-Fans bekannt sein. Am Anfang werdet ihr mit einer simplen Pistole ausgestattet, die ihr aber schon bald gegen eine stärkere Shotgun austauschen werdet. Weitere klassische Waffen sind die Mashine-Gun, Plasma-Gun, Minigun, der Rocket-Launcher und die Pulse-Rifle. Neu in Doom 3 ist, dass ihr zum ersten Mal Handgranaten auf die Gegner werfen könnt, die ihr auch zu Unmengen im Spiel finden werdet. Außerdem ist die BFG wieder mit von der Partie, die man schon aus Doom II und Quake III Arena kennt und die beim Abfeuern alles pulverisiert, was im Umkreis von 5 Metern um den Aufschlag steht. Ebenso darf natürlich die klassische Kettensäge nicht fehlen. Die mächtigste Waffe, und diese ist neu, ist der Soul Cube. Es handelt sich dabei um eine Art Würfel, den ihr erst aufladen müsst, indem 5 Gegner erlegt werden, und anschließend auf einen Gegner schmeißt. Das macht jeden der normalen Gegner mit einem Schlag platt und transferiert euch nebenbei noch Lebensenergie. Zu guter Letzt ist euch in den dunklen Levels von Doom 3 eine Taschenlampe ein treuer Freund, den ihr allerdings mit Bedacht einsetzten müsst, da ihr entweder die Taschenlampe tragen könnt oder eine Waffe, beides gleichzeitig geht nicht. Besonders tragisch ist das aber nicht, da man nur die F-Taste drücken muss, um von der Taschenlampe zur vorherigen Waffe und umgedreht zu wechseln.

Auch habt ihr manchmal die Gelegenheit, wie in den ersten Doom-Teilen, ab und zu in den Berserker-Modus zu wechseln und die Gegner mit einem Faustschlag zu vernichten. Um an Munition zu kommen, reicht es zwar aus, die auf den Boden liegenden Gegenstände einfach aufzusammeln, dennoch wird dies (je nach Schwierigkeitsgrad) mit der Zeit ein wenig eng und so kann es passieren, dass ihr mal nur mit der normalen Pistole den Gegnern den Garaus macht. Um dies zu vermeiden, solltet ihr euch die Sprach- und E-Mails, die ihr von anderen PDAs heruntergeladen habt, durchlesen bzw. anhören, da diese oft die Codes für die Waffenschränke beinhalten. Manchmal trifft der Spieler übrigens außerdem auf Überlebende, die nützliche Informationen verraten und neue Aufträge erteilen.
Am Rande sei noch zu erwähnen, dass keine der Waffe einen Sekundär-Feuer-Modus besitzt, was etwas dürftig erscheint, vor allem nachher im Multiplayer-Modus.

Einer der wenigen Schwachpunkte von Doom 3 ist die Monotonie der Levels. Der Spieler befindet sich hauptsächlich in den dunklen Gängen der UAC-Marsstation und kann sie nur selten verlassen. Falls ihr dann doch mal draußen auf dem Mars seid, wird die Aufenthaltsdauer dadurch eingeschränkt, dass ihr nur für eine bestimmte Zeit die Luft anhalten könnt und somit schnell wieder das Innere der Gebäude suchen müsst, bevor ihr sterbt. Der Grund dafür ist die Grafik-Engine selbst, da diese für Innenlevels erschaffen wurde und somit, zumindest auf aktuellen PCs, nur begrenzt Außenlevels zulässt. Daher ist einer der größten Highlights, wenn der Spieler die Hölle betritt. Überall qualmt es, Flammen sprühen aus Decke und Boden und erzeugen so Abwechslung in den alltagsgrauen Levels von Doom 3. Doch leider hält sich das nicht lange, da man nach ungefähr einer Stunde wieder zurück in UAC-Gebäudekomplex ist und somit die Monotonie wieder die Überhand gewinnt. Dennoch hat id Software versucht, die Levels trotz der sich grundlegend nicht ändernden Architektur mithilfe von Scripten und durch gutes Leveldesign so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, was ihnen auch durchaus gelungen ist.

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