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Flight Simulator 2002

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Schulnote 2
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Flugsimulatoren von Microsoft gibt es seit 1988. Doch den Flight Simulator selber gibt es erst seit 1995. Der Flight Simulator 2002 ist der 4. Teil aus Microsofts Flugsimulator-Reihe. Flight Simulator 95 war der erste Flugsimulator, der effektiv zum Pilotentraining am PC eingesetzt wurde. Danach kamen FS 98 und FS 2000. Das große Problem jedoch war, die riesige Fülle an Steuerungs-instrumenten auf dem Bildschirm unterzubringen. Dieses Problem löste man inzwischen, indem man separate Teile des Cockpits zusätzlich öffnen kann. Dazu gehört z.B. der Schubregler, der meist nur für Start und Landung benötigt wird. Der Flight Simulator 95 unterstützte allerdings noch keine 3D-Hardware. Außerdem war die Auswahl an Fluggeräten stark eingeschränkt. Die Städte bestanden überwiegend aus Texturen. Nur die allerwichtigsten Gebäude wurden integriert. Im Flight Simulator 2000 stieg die Anzahl der Gebäude erheblich, aber trotzdem waren es immer noch sehr wenige. Auch eine 3D-Unterstützung gab es noch immer nicht. Bei Kollision mit Objekten wurde das Flugzeug in viele seiner Einzellteile zerfetzt. Dies hat sich in der 2002-Version geändert. Bei Kollisionen bleibt das Flugzeug einfach stecken. Mit anderen Worten, es wird einfach eingefroren, wenn es zu einer Kollision kommt. Weiterhin unterstützt der Flight Simulator 2002 nun endlich auch 3D-Hardware, sowie einige Effekte wie Antialiasing, T&L, Mip-Mapping, Multi-Texturing und Tripple-Filtering. Natürlich wurde auch die Anzahl der Fluggeräte erhöht. Die Concorde hingegen wurde in der neuesten Version wieder entfernt. Sie ist jedoch auf diversen Internet-Seiten zu finden.

Grafik und Technik

Wie bereits erwähnt unterstützt der Flight Simulator 2002 3D-Hardware. Dies bedeutet, dass es nun auch auf durchschnittlichen PCs möglich ist das Spiel ruckelfrei in voller Grafikpracht bewundern zu können. Neben den schon genannten Effekten wie Antialiasing, T&L, Mip-Mapping, Multi-Texturing und Tripple-Filtering unterstützt es auch bis zu 8 Lichtquellen, die sich auf den verschiedenen Objekten widerspiegeln. Natürlich ist die Grafik im Vergleich zu anderen Spielen immer noch kein Konkurrent, aber man merkt doch, dass man gewillt ist, nicht nur die Physik besonders realistisch zu gestalten. Die Städte bestehen zwar immer noch zum größten Teil aus flachen Texturen, aber es wäre für jeden normalen PC verständlicherweise zu viel, alle Häuser darzustellen - nicht nur wegen der vielen Berechnungen, sondern vor allem aufgrund der enormen Speicheranforderungen, die sich daraus ergäben. Das Spiel funktioniert im Übrigen immer noch auf dem bewährten System, das Landschaften aus der Nähe detaillierter werden und auch erst geladen werden, wenn sie benötigt werden. Inzwischen sind auf den drei CDs 80% der Erde integriert, wobei sich die restlichen 20% hauptsächlich aus Wasser ergeben. Es ist nun auch möglich aktuelle Wetterdaten aus dem Internet zu bekommen und auf das Spiel zu übertragen.

Realismus

Der Flight Simulator 2002 ist nicht ohne Grund der realistischste Flugsimulator überhaupt. Dies begründet sich in vielerlei Hinsicht. Sie haben, wie zum Teil schon in früheren Versionen, die Möglichkeit, das Wetter und die Umgebung genau zu bestimmen. Dazu gehören neben der Tageszeit die Windkontrolle und die Sichtweite. Bei Wind wird ihr Flugzeug je nach Stärke und Richtung vom Kurs abgelenkt und kann im Extremfall auch in einen Tornado geraten, der sie um die Kontrolle ihres Flugzeuges bringen kann. Dabei spielen äußere Einflüsse erheblichen Einfluss auf das Flugzeug an sich. Alle Komponenten des Flugobjektes können entweder manuell, zufällig oder durch äußere Einflüsse beschädigt werden. Als Anfänger haben sie außerdem die Wahl, ob sie die Beschädigungen ganz abschalten wollen. Dies z.B. verursacht, das sie durch Häuser hindurch fliegen können und bei Kollisionen mit dem Erdboden oder Wasser sofort abprallen und wieder weiterfliegen. Bei den Realismus-Einstellungen stehen unter anderen folgende Optionen zur Verfügung:

Sie haben die Möglichkeit einen einfachen Flug zu starten oder eine bestimmte Strecke zu fliegen. Bei einem einfachen Flug wählen sie den Startflughafen und ihr Flugzeug. Danach starten sie ohne irgendwelche Ziele oder Befehle. Bei letzterem wählen sie den Start- und Landeflughafen, ihr Flugobjekt und die Kommunikationsweise. Das Programm berechnet dann die Flugroute, doch bevor sie starten können müssen sie sich mit dem Tower in Verbindung setzten. Dies kann ein langwieriger Prozess werden, je nach dem, wie viele andere Flugzeuge sich mit ihnen auf dem Flugplatz oder in der Nähe befinden. Wenn sie beispielsweise auf einem Großflughafen um die Mittagszeit starten wollen, müssen sie oft eine halbe Stunde auf ihre Startgenehmigung warten. Nach langem Gerede mit dem Tower erhalten sie dann die Meldung „not cleared to take-off“ oder „cleared to take-off“. Sie müssen dann entweder noch mal von vorne beginnen oder eine Bestätigung senden. Oft bekommen sie vom Tower eine Anweisung, den Kurs zu ändern, da sich ein anderes Flugzeug auf Kollisionskurs befindet. Wenn sie dann allerdings etwas abseits von Flughafen sind, ist der Flug nur noch Routine, jedenfalls bis zur Landung. Sie haben jetzt aber auch die Möglichkeit ein Wasserflugzeug zu besteigen. Sie haben dann natürlich keine größeren Behinderungen durch andere Flugzeuge und sie können jeder Zeit auf dem Wasser landen. Auch ein Helikopter ist wieder dabei. In der neuesten Version sind außerdem einige Stuntflugzeuge und Militärflugzeuge enthalten.

Steuerung

Der Flight Simulator 2002 lässt sich per Joystick oder Tastatur steuern. Er unterstützt auch Force Feedback. Dies ist besonders empfehlenswert für echte Piloten, die das Spiel zum Üben verwenden. Simuliert werden hierbei vor allem der Wind und Einflüsse wie Abheben von und Aufsetzten auf der Landebahn. Die Tastenkombinationen für ver-schiedene Steuerungen sind nach wie vor breit gefächert. Glücklicherweise sind alle Funktionen alphabetisch geordnet, was das Festlegen einer Option im Steuerungsmenü wesentlich erleichtert.


Der Flight Simulator 2002 benötigt voll installiert knapp 2 GB an Festplattenspeicher - die Professional-Version umfasst 3 CDs. Das Spiel enthält auch einen Multiplayer-Modus, indem sie mit anderen Spielern auf der ganzen Welt fliegen können. Mit enthalten auf den CDs ist außerdem Fighter Ace 2, eine Kriegssimulation, in der sie ein Kampfflugzeug steuern, welches wieder auf Realismus angelegt ist. Insgesamt ist diese Erweiterung allerdings nicht sonderlich gut.

Johannes Köpcke (impic at progamerz.com)
Freitag, 19. Januar 2001
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