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Hitman 2: Silent Assassin

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Schulnote 2

Die Flexibilität ist der große Vorteil gegenüber dem ersten … weiter

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Der Hitman ist zurück! Im Gepäck hat er neben den berufsüblichen Werkzeugen und Instrumenten eine Menge Action. Wieder vergessen hat er seine Lizenz zum Töten, was ihn aber davon nicht abhalten soll. Ob Gameplay, Story und Grafik reichen, um das Sequel noch besser als den Vorgänger aussehen zu lassen, erfahrt ihr im Test.

Trügerische Stille

Hitman 2: Silent Assassin beginnt unspektakulär, wenn auch stimmungsvoll. Als Gärtner startet man in einem sizilianischen Kloster und ist erst einmal von der Grafik, Soundkulisse und Detailverliebtheit positiv überrascht. So quicken ein paar Schweine in ihrem Gatter und Tauben fliegen aufgeregt davon, wenn man an ihnen vorbei zur Beichte geht. Dort erfährt man - sofern man es nicht schon durch den ersten Teil wusste - dass dieser gut gebaute Glatzkopf mit Strichcode im Nacken ein Profikiller im Ruhestand ist. Sein Name: Tobias Rieper, in seinem zweifelhaften ehemaligen Berufsmilieu auch als Klon Nummer „47“ bekannt.
Eigentlich wollte er seine dunkle Vergangenheit ruhen lassen, einen Neuanfang wagen. Doch kaum in die Geschichte eingeführt, wird die Idylle schon unterbrochen als ein paar Mafiosi den hiesigen Pfarrer und Freund von 47 entführen. Zurück bleibt eine Lösegeldforderung, die jedoch das Budget des Hitman leicht übersteigt - der Einstieg in eine Story voller Verrat, Intrigen und natürlich viel virtuellem Blut.

Töten für die gute Sache

Fest entschlossen seinen Freund zu retten, kehrt der in der Branche berühmt berüchtigte Hitman also in sein altes Geschäft zurück. Nach dem Motto „der Zweck heiligt die Mittel“ geht er dafür auch einen Deal mit seinem alten Arbeitgeber, der sogenannten „Agency“ ein: Er erledigt „ein oder zwei“ Aufträge und bekommt dafür die Infos, die er für die Befreiungsaktion benötigt. Mit Anzug, roter Krawatte und ein paar nützlichen Accessoires, wie Chloroform, einer hübschen Klaviersaite und zwei blitzblanken Ballers geht es ab in die erste Mission. Außer vielleicht ein paar ebenso nutzlosen wie interessanten Hintergrund-infos und einer Lagebeschreibung - meistens von der bezaubernden Diana per Funk übermittelt - ist der Spieler ab jetzt auf sich alleine gestellt.
Gesteuert wird euer Alter Ego vorzugsweise aus der Third-Person-Perspektive. Mit F1 ist es möglich in die Ego-Sicht zu wechseln, bei der man allerdings ein kleineres Blickfeld in Kauf nehmen muss. Unzählige Hotkeys braucht man sich nicht merken. Alle Interaktionen mit der Umgebung werden bequem mit der „Benutzen“-Taste ausgelöst. Auf komplexe Bewegungsabläufe à la Splinter Cell und sogar auf eine Sprungfunktion haben die Entwickler ebenfalls verzichtet, was sich auf das Spiel äußerst positiv auswirkt. Denn somit ist man bereits nach wenigen Minuten vollkommen mit der Steuerung vertraut, ohne sich jemals wirklich etwa wegen zu wenigen Funktionen eingeengt zu fühlen.

Auf leisen Sohlen

Entweder man stürmt blind durch die Hintertür und mäht einfach jedes uniformierte Wesen nieder was sich in den Weg stellt, oder versucht als ehrgeiziger Spieler erst dem Lieferant unauffällig eine Waffe zuzustecken und sich dann in der Verkleidung des betäubten Postboten ins Haus zu stehlen, was schon eher dem Stil von 47 entspricht. Nach kurzer Zeit und zwei schnellen Schüssen aus der schallgedämpften 9mm liegt der mutmaßlich schuldige Mafiaboss tot am Boden und die Mission ist schon fast zu Ende. Nachdem man festgestellt hat, dass der Pfarrer nicht wie geglaubt im Keller festgehalten wird, hat man die Wahl, das Gelände zu Fuß zu verlassen oder den schicken Sportflitzer zu nutzen - der Besitzer wird ihn wohl kaum noch gebrauchen können.

Im Fall von Playable.de ist die Liebe zu einer Website vollkommen natürlich.

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