Mashed
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Trotzdem weiß der Singleplayer-Modus vorerst zu gefallen, da die KI-Fahrer eine echte Herausforderung darstellen: Sie schubsen ordentlich mit, nutzen die Items klug und arbeiten teilweise sogar im Team zusammen. So kommt es häufig vor, dass man von einem KI-Fahrer einfach nur geblockt wird, so dass die anderen gemütlich wegfahren können.
Das Hauptproblem am Singleplayer-Modus ist allerdings, dass selbst Einsteiger die 39 Herausforderungen in fünf bis sechs Stunden durchgespielt haben, dutzende erneute Versuche mit eingerechnet. Danach hat das Spiel für Solisten außer einigen weiteren Kameraperspektiven leider nichts mehr zu bieten. Schade. Der Aufwand hat sich allerdings gelohnt, denn man muss die Strecken für den Mehrspielermodus erst freispielen.
Auch vom Fahrverhalten der Wagen sollte man nicht zu viel erwarten – Mashed ist ein typisches Arcade-Spiel, wo Action ganz klar vor Realismus steht.
Besonders gut gelungen sind die zahlreichen Waffen und Items, die man einsammeln kann und denen auch taktische Bedeutung zukommt. So sammelt man als Führender lieber etwas ein, was Nachfolger hindern oder gar ausschalten kann, wie z.B. Minen, Ölspuren, explodierende Dynamitfässer oder eine Feuerflamme, die Gegner am eigenen Heck verlangsamen. Ideal für Gedränge Tür an Tür ist die Schrotflinte, die seitwärts feuern kann und somit unliebsame Nachbarn ausschaltet. Ist man eher im hinteren Teil des Feldes, sollte man hauptsächlich auf Schusswaffen setzen: zielsuchende Raketen oder das MG sind gut geeignet, um Wagen vor einem zu bearbeiten. Der Einsatz der Blendgranate sollte wohl überlegt sein, da man auch für kurze Zeit wie alle anderen Fahrer nichts als einen gleißenden Lichtstrahl sieht – der Schuss kann auch leicht nach hinten losgehen, wenn man aufgrund der eingeschränkten Sicht den eigenen Wagen aus dem Rennen manövriert. Die Wahl des Items sollte gut überlegt sein: Man kann nur eines einsammeln.
Je nach Strecke bestreitet man die Rennen in Oldtimern, Rennmaschinen, Buggies, Pick-Ups oder sieben anderen Fahrzeugen, die sich leicht in ihrem Fahrverhalten unterscheiden.
Seine Stärken spielt Mashed erst so richtig im Mehrspielermodus aus. Der Clou: Gänzlich ohne Netzwerkkarte oder Onlinezugang kämpfen bis zu vier menschliche Mitstreiter vor einem Bildschirm. Netzwerk- und Onlinemodus fehlen gänzlich. Doch vor einem PC macht das ganze dafür umso mehr Spaß. Abgesprochene Allianzen, fiese Manöver, gezielte Schüsse und eine Menge Action zeichnen solche Partien aus. Besonders fies: Selbst ausgeschiedene Fahrer können mit einer Rakete noch verbliebene mit ins Verderben reißen. Durch Anvisieren des Wagens für eine bestimmte Zeit wird dieser dank Luftangriff aus dem Rennen bugsiert. Einzige Möglichkeit dies zu Verhindern ist Ausweichen – was allerdings die Gefahr anderweitig auszuscheiden immens erhöht.
Die Grafik macht einen ordentlichen Eindruck und leidet nur ein wenig unter den niedrig auflösenden Texturen. Die Kameraführung ist besonders actionreich gelungen: Es entsteht der Eindruck als flöge ein Helikopter über dem Renngeschehen, der die Bilder liefert. Das erzeugt ein mitreißendes „mittendrin“-Gefühl, welches vor allem bei Einzelfahrten zur Geltung kommt.
Soundtechnisch hat der Titel allerdings wenig zu bieten: Platt wirkendes Motorenbrummen und nervige Kommentare der Computergegner nerven auf Dauer.{split}