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Schulnote 1

Neue Referenz für Action-Shooter. Max Payne überzeugt in jeder … weiter

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Jawohl, es ist vollbracht. Nach mehr als vier Jahren quälender Wartezeit halte ich endlich die finale Version von Max Payne in den Händen. Zu kaufen gibt es das Spiel in Deutschland als unzensierte US-Version in deutscher Verpackung und mit deutschem Handbuch. Eine reine deutsche Version wird es später geben. Die Installation verläuft relativ schnell und ohne irgendwelche Probleme. Wählen kann man zwischen Normaler Installation (circa 500 Megabyte) und Vollinstallation (circa 800 Megabyte). Wenn auf ihrer Festplatte genügend freier Platz ist, sollten Sie sich für die Vollinstallation entscheiden, damit Max Payne ohne Zeit- und Performance-fressendes Laden von der CD auskommt.

Die Erwartungen waren sehr hoch. Bereits auf der E3 1998 wurde das erste Max-Payne-Video gezeigt und löste einen Hype aus, der bis jetzt ins Jahr 2001 reichte. Oft ist es so, dass die Fans dann wenn es soweit ist, enttäuscht werden (bestes Beispiel: Daikatana). Doch eines vorneweg: Die Erwartungen wurden erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Max Payne ist auf jeden Fall ein hoffnungsvoller Kandidat für den Titel „Spiel des Jahres 2001“.

Aufgrund der unzähligen veröffentlichten Previews, Trailern und Videos dürfte jeder bereits wissen, worum es bei dem Spiel geht. Deshalb nur zur kurzen Erinnerung:

Alles beginnt mit einer Rückblende. Nein – viel besser gesagt: Das gesamte Spiel ist eine Rückblende. Dabei blickt Max Payne, dessen Stimme übrigens etwas an Duke Nukem erinnert, drei Jahre zurück und lässt Sie vom Mord an Max´ Familie (worauf ja bekanntlich die gesamte weitere Story aufbaut) Augenzeuge werden. Von diesem Moment an erleben Sie die Story immer weiter, bis schließlich die drei Jahre nach der Ermordung vergangen sind.

Während des Spiels wird die filmreife Story von Max Payne immer weiter erzählt. Dies geschieht auf eine ganz neue Art. Und zwar in Form von sprachgestützten, gezeichneten Comics. Alle abgelaufenen „Zwischensequenzen“ können Sie bei Bedarf nochmals anzeigen lassen, falls Sie zum Beispiel einen bestimmten Teil der Handlung vergessen haben. Die Comics sind ausgesprochen lebendig und passen sich sehr gut in das Spiel ein. Wem sie trotzdem nicht gefallen, der kann sie natürlich auch überspringen.
Die Story von Max Payne (bestehend aus vier Abschnitten, welche in Kapitel unterteilt sind) ist vollkommen linear aufgebaut. Verlaufen kann man sich wirklich nicht. Doch wie es aussieht, liegt bei Max Payne der Schlüssel zum Spielspaß gerade darin. Somit konnten sich die Level-Designer auf einen einzigen Handlungsstrang konzentrieren und diesen auch perfekt ausbalancieren. Der Shooter ist nämlich nie langweilig oder etwa zu einfach. Dennoch gibt es keine Situationen, die Max nicht meistern könnte.
Ein Grund dafür ist, dass Max Payne als erstes Spiel das Können des Spielers erkennt und die Gegner anpasst (zumindest in der einfachstem Schwierigkeitsstufe). Wer Gegner vermehrt ignoriert und an ihnen vorbeirennt um das Spiel möglichst schnell durchzuspielen, wird übrigens damit bestraft, dass die folgenden Gegner extrastark werden.

Es gibt in Max Payne drei Schwierigkeitsstufen. Am Anfang steht ihnen nur „FUGITIVE“, welche die einfachste Stufe ist, zur Verfügung. Haben Sie diese gemeistert, wird „HARD-BOILED“ freigeschaltet. Max´ Gesundheit ist niedriger und er wird langsamer geheilt. Wenn Sie bis jetzt noch nicht an ihre Grenzen gestoßen sind, sollten Sie die dritte Stufe „DEAD ON ARRIVAL“ ausprobieren. Die Gesundheit ist die gleiche wie in HARD-BOILED, Max wird aber deutlich langsamer geheilt. Die Gegner sind klüger, schneller und zeilsicherer. Eine wirkliche Chance haben Sie in diesem Modus nur wenn sie Bullet Time regelmäßig nutzen und auf den Kopf der Gegner zielen. Auch das Fadenkreuz (bei Max Payne ein weißer Punkt) steht ihnen jetzt nicht mehr zur Seite. Zu guter Letzt darf pro Kapitel nur 7-mal gespeichert werden.

Playable.de – Vor dem Lesen kräftig schütteln.

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