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Mobile Forces

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Schulnote 3

Mobile Forces kann leider nicht so recht überzeugen. Vor allem der … weiter

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Erstmals traut sich Rage an einen 3D-Shooter heran, der zwar ohne Story auskommen muss, dafür aber einige Neuheiten zu bieten hat. Ob das Rezept aufgegangen ist, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test!

Keine Story – Na und?

In Mobile Forces gibt es keine Hintergrund-geschichte, wie sie aus vielen anderen Shootern bekannt ist. Ähnlich wie in der Quake-Serie sucht der Spieler sich am Anfang ein Team aus, mit dem er in einer Vielzahl von Spielmodi versucht, den Gegner auszuschalten und so den Sieg einzuheimsen.

Überzeugende Spielmodi

Rage Software hat sich für Mobile Forces eine Menge von neuen Spielmodi ausgedacht, die für eine beachtliche Zeit für Spielspaß sorgen. Außer den bekannten Deathmatch, Team-Deathmatch und Capture The Flag gibt es die Modi Safeknacker, Captain, Vorherrschaft, Detonation und Trailer.
In Safeknacker muss das eine Team erst einmal einen Safe zerstören und dann die Beute in die eigene Basis bringen. Bei Captain wird ein Mitglied des Teams zum Kapitän ernannt, nur wenn er gefraggt wird, gibt es einen Punkt! Vorherrschaft ähnelt Domination aus Unreal Tournament. Hier muss ein Punkt für eine gewisse Zeit verteidigt werden.

Nicht nur sinnloses Ballern!

Doch wer denkt, dass Mobile Forces den Anspruch eines Serious Sam hätte, der liegt daneben! Die künstliche Intelligenz ist zwar nicht gerade die ausgereifteste, aber der Spieler wird trotzdem ordentlich gefordert.
Vor allem die Fahrzeuge spielen eine große taktische Rolle in dem Spiel. Es gibt vier verschiedene Fahrzeugtypen: Buggy, Hummer, Lkw und SPW.

Alle Fahrzeuge können von mehreren Spielern gleichzeitig benutzt werden, so dass der eine fährt und der andere aus dem Gefährt auf die Gegner feuern kann.

Gut gelungen ist auch die Erteilung von Befehlen an eure KI-Mitstreiter. Sie werden meist sofort ausgeführt und werten das Spiel dadurch taktisch noch etwas auf.

Öder Singleplayer

Eine große Enttäuschung ist der Singleplayer-Modus, in dem der Spieler sich durch 11 Level kämpfen muss. In diesen 11 Levels gilt es, die oben genannten Spielmodi erfolgreich zu absolvieren, um so an Punkte zu kommen.
Ab einer bestimmten Punktzahl wird dann das nächste Level frei - und so weiter, und so weiter…
Gerade hier wird eine packende Story schmerzlich vermisst, da diese Prozedur ziemlich schnell das Spiel langweilig erscheinen lässt.
Am Anfang jedes Angriffsversuches kann der Spieler sich - ähnlich wie in Counter-Strike - sein Inventar mit den gewünschten Waffen füllen.

Grafik

Die Grafik von Mobile Forces basiert auf der alten Unreal-Engine und ist längst nicht mehr zeitgemäß. Sie wirkt viel zu monoton und langweilig. Teilweise sind die recht großen Levels neblig, was den Spielspaß auch ein wenig nimmt. Allerdings muss man sagen, dass die Effekte, z.B. bei der Explosion eines Autos, sich durchaus sehen lassen können. Nur die recht gut gelungene und solide Physik-Engine bewahrt den optischen Aspekt vor der Einschätzung „grottenschlecht“.

Lichtblick: Multiplayer

Zum Glück kann der Multiplayer-Modus von Mobile Forces zum größten Teil überzeugen. Gerade durch die originellen Spielmodi macht dieser besonders viel Spaß. Allerdings sollten schon an die 10 Mann zusammen spielen, da man sonst einige Minuten über die sehr groß geratenen Karten irrt, ohne jemanden zu treffen - und das macht auch nicht gerade Spaß!

Thomas Buder (thomas at progamerz.com)
Samstag, 3. August 2002
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