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Runaway - A Road Adventure

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Schulnote 2

Runaway ist ein klassisches Pount&Click-Adventure, das vor allem … weiter

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Lang, lang ist es her, dass ein waschechtes Point&Click-Adventure veröffentlicht wurde. Seitdem ist das Genre so gut wie tot, obwohl es eine beachtliche Fangemeinde hat. Doch eine kleine Spieleschmiede aus Spanien hat Mitleid mit allen Adventurefans: Die Pendulo Studios wollen dem totgesagten Genre mit Runaway - A Road Adventure wieder neues Leben einhauchen. Ob dieser Versuch gelingt oder man das Genre lieber im Grab hätte lassen sollen, erfahrt ihr in unserem Test!

Die Story

Ein symphatischer junger Mann mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „NYC“ sitzt lässig in einem Regiestuhl und erzählt eine spannende und aufregende Geschichte – diese Geschichte: Sie handelt vom 24-jährigen Brian Brasco, einem New Yorker Physikstudent, der nach San Francisco reisen will, um seinen größten Traum zu erfüllen, nämlich eine Doktorandenstelle an der Universität Berkeley anzutreten. Doch wie das Schicksal so will, läuft ihm mitten auf der Fahrt ein bildhübsches Mädchen namens Gina vor die Stoßstange. Diese wird von skrupellosen Gangstern gesucht, die ihren Vater auf dem Gewissen haben. Dieser hat ihr unmittelbar vor seinem Tod noch ein mysteriöses Kruzifix anvertraut, was auch der Grund dafür ist, dass sie jetzt von den Gangstern verfolgt wird. Brian fährt die angefahrene und bewusstlose Gina sofort ins Krankenhaus, wo zum Glück festgestellt wird, dass sie bis auf ein nervöses Unfalltrauma keine weiteren Schäden davon trug. Bevor Gina in einen tiefen Schlaf fällt, erzählt sie Brian noch von ihrem Vater und dem Kruzifix und bittet ihn, bei ihr zu bleiben, da die Gangster sie umbringen wollen. Und ab hier ist dann endlich der Spieler an der Reihe und muss knifflige Rätsel lösen. Dabei verwandelt sich die Story immer mehr in einen spannenden Spielfilm, in dem Gangster & Ganoven ständig an den Fersen der beiden Protagonisten heften.
Erzählt wird das ganze wie bereits erwähnt in einer Rückblende. Brian sitzt dabei cool im Stuhl und erzählt uns die ganze Geschichte. Der Spieler spielt die Ereignisse ähnlich wie in Mafia oder Max Payne also nach.
Die Story wird durch Videosequenzen und In-Game-Animationen weitererzählt. Diese gibt es nicht zu knapp, manchmal sitzt man bis zu 5 Minuten am Stück vor dem Bildschirm.

Das Spielprinzip

Da steht unser Held also anfangs im Krankenzimmer neben der schlafenden Gina und soll diese also irgendwie retten. Leider hat der Raum keine Tür nach draußen und der Spieler hängt anfangs ein wenig in der Luft, da er keinen blassen Schimmer hat, wie er Gina nun retten soll. Brian macht also erst mal einen Abstecher in das Bad und nimmt dort erst einmal alles mit, was er in seine virtuellen Fingerchen bekommen kann. Das Spiel wird mit dem bewährten Point&Click-Verfahren gesteuert; heißt im Klartext, dass der Spieler das gesamte Spiel lediglich mit einem Mauscursor steuert, der sich bei bestimmten Gegenständen in eine Lupe für „Untersuchen“ und mit einem Rechtsklick in eine Hand für „Nehmen“ verwandelt. Damit wäre die gesamte Steuerung auch schon erklärt. Also zurück in unser Bad. Dort findet unser Held ein Alkoholfläschchen und einen Filzstift, der allerdings im Papierkorb versteckt und ausgetrocknet ist. Zurück im Krankenzimmer steckt Brian noch ein Bettlaken und Ginas Tasche ein. Bis jetzt ist noch nicht so richtig abzusehen, was man mit dem ganzen Sachen machen soll. Als der Spieler das offene Fenster sieht, will er Brian sofort mal nach draußen schicken, doch dieser weigert sich vorerst. Diese Szene ist symptomatisch für eine Besonderheit des Spiels: Viele Dinge kann man erst erledigen, wenn man schon entsprechende andere Aktionen gemacht hat. So muss Brian in diesem Fall erst einmal einen Blick auf den Lagerplan werfen, bevor er sich todesmutig über den Fenstersims in den benachbarten Raum kämpft. Aber es scheint sich zu lohnen, denn hier findet Brian einen präparierten Kopf, eine Spritze, zwei Kopfkissen und ein leeres Krankenblatt.

Quadratisch, praktisch, Playable.

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