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Star Wars Knights of the Old Republic II: The Sith Lords

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Schulnote 2

Bereits der erste Teil hat mir riesig Spaß gemacht, obwohl ich … weiter

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Dass Nachfolger eines erfolgreichen Titels in der Regel wenig Neuerungen bieten, ist bekannt. Bei Knights of the old Republic 2 muss man nach selbigen allerdings mit der Lupe suchen. Doch das hat einen Vorteil: Die großen Stärken Story, Atmosphäre und schier unendlich erscheinende Handlungsfreiheit, die den Vorgänger auszeichneten, machen auch Knights of the old Republic 2 zu einem Top-Titel!

Ein wahres Abenteuer!

Zu Beginn des Spiels sieht es für den vom Spieler gesteuerten Helden gar nicht gut aus: Völlig ohne jegliche Erinnerung wacht er auf einer Krankenstation eines beschädigten Schiffes auf. Demnach erfährt man im Grunde gar nichts über ihn. Bald stellt sich heraus, dass man von allerlei Fraktionen nur allzu gern tot gesehen werden würde. Warum das so ist, erfährt man nach und nach im Verlauf der Handlung, in der die eigene Vergangenheit Stück für Stück aufgedeckt wird.

Was sich dabei für eine vielfältige und abwechslungsreiche Geschichte rund um das „Star Wars“-Universum aufbaut, ist an Spannung nur schwer zu überbieten und zieht den Spieler in seinen Bann, selbst wenn der sonst kein Fan sein sollte.

Helle und Dunkle Seite™

Aufgrund der anfangs spärlich gegebenen Informationen über den Protagonisten eröffnen sich für die Entwickler beinah grenzenlose Möglichkeiten in der Charaktergestaltung. So bestimmt die Spielweise in welche Richtung der Macht man sich entwickelt. Dies wird durch die zahlreichen Lösungen einzelner Missionen möglich: Wer stets an das Wohl der Leute denkt und auch mal auf seinen Lohn verzichtet, der wird sich schnell auf der hellen Seite der Macht finden, Streitsuchende und Egoisten hingegen tendieren eher zur dunklen Seite. Dementsprechend ist auch eine Vielzahl von Missionen aufgebaut, wie z.B. als man eine versklavte Tänzerin freikaufen soll. Ist dies geschehen, hat man die Wahl: Entweder man schenkt ihr die Freiheit, was einen näher an die helle Seite bringt, oder man lässt sie weitertanzen und holt regelmäßig ihre Einnahmen ab, wodurch man sich der dunklen Seite annähert.

Neu in Knights of the old Republic 2 ist, dass scheinbar willkürlich getroffene Entscheidungen von Party-Mitgliedern oftmals kritisiert werden. So hat man die Möglichkeit auf der Straße Bettelnden ein wenig Geld zu geben. Doch eine kurze Zwischensequenz fragt nach dem Zweck dieser Aktion – und zeigt, wie ihm das Geld durch neidische andere Bettler gewaltsam wieder genommen wird.

Überhaupt ist die Gesinnung die größte Stärke des Spiels: Es macht unglaublich viel Spaß, zwischen den verschiedenen Lösungsmöglichkeiten zu wählen. So muss man sich auch entscheiden, auf welche Seite man sich bei einem Aufstand stellt: Unterstützt man die „Sith“-Verbündeten Rebellen und stürzt die Königin oder hilft man dieser die Rebellion niederzuschlagen? Oftmals sind „dunkle“ Lösungswege einfacher – so kann man einige Male durch pure Drohungen à la „Ich bring dich ansonsten um!“ sein Ziel erreichen. Will man die „hellen“ Lösungen nutzen, ist in solchen Situationen mehr Aufwand nötig – dafür eröffnen sich aber auch mehr Nebenmissionen.

Die Gefährten

Im Spielverlauf gesellen sich nach und nach neun Kameraden an die Seite des Spielers. Deren Charaktere sind vielschichtig und unterschiedlich aufgebaut. Durch gezielte Fragen kann man viele Fakten über ihre Vergangenheit erfahren – vorausgesetzt, man hat genügend „Einfluss“ bei dem jeweiligen Mitstreiter. Diesen erlangt man entweder durch erfolgreich geführte Gespräche oder bestimmte Handlungen. Die größte Rolle spielt Keira, eine etwas ältere Jedi-Dame, die maßgeblich am Hauptplot beteiligt ist. Daneben gibt es noch Visas, eine blinde Kämpferin, Atton, der zuverlässige Pilot, der jedoch ein dunkles Gehimnis in sich birgt, und der aus dem Vorgänger bekannte Droide HK-47, der allerdings erst mühsam wieder zusammengebaut werden muss. Meist ist man mit zwei Kameraden unterwegs. Einige Missionen allerdings muss man allein bestreiten, und das nicht nur mit seinem Hauptcharakter, sondern auch teilweise mit Partymitgliedern.

Ein weiteres Novum: Die Partywahl wirkt sich nun viel mehr auf das eigentliche Spielgeschehen aus. So hat man mit bestimmten Charakteren nützliche Boni, die sich auf die gesamte Party auswirken – mit Keira z.B. gibt’s mehr Erfahrungspunkte.

Playable? Find ich gut.

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