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Thief: Deadly Shadows

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Schulnote 1

Kurz und prägnant: Ein tolles Spiel. Thief: Deadly Shadows kann zwar … weiter

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Im Jahr 1997 schuf Warren Spector mit Dark Project ein neues Genre: den Schleichshooter. Im Gegensatz zu anderen Shootern dieser und früherer Zeiten kommt es dabei nicht auf eine maximale „frags per second“-Rate an, sondern auf die Kunst des Versteckens. Waffen sind und waren dabei stets zweite Wahl – nur für den Fall, dass man am gewaltfreien Weg scheitert. 1999 erhielt „Der Meisterdieb“ einen würdigen Nachfolger, der mit nochmals verbessertem Gameplay und Grafik aufwartete. Danach war Stille… bis heute.

Dark Project 3, nun mit dem Namen Thief: Deadly Shadows und wieder unter der Flagge von Eidos veröffentlicht, verspricht viel: Das altbewährte Gameplay, aber mit neuer Grafik, besserer Story und leistungsfähiger KI. Schauen wir mal, was daraus geworden ist.

Das Gameplay

Wie bereits in den Vorgängern steuert man Garrett, den Meisterdieb, durch verschiedenste Gemäuer in einem mythisch-mittelalterlichen Szenario, immer auf der Suche nach Wertsachen – das Leben als Dieb ist nicht billig, und auch die Ausrüstung kostet einiges. Manchmal steht auch der Besitzer und / oder Schlösser und Fallen zwischen Garett und dem Objekt der Begierde – dann muss eben ein bisschen nachgeholfen werden. Kurz nach Beginn des Spiels nehmen die Hüter (eine Vereinigung deren Ziel es ist, das Eintreten des Dunklen Zeitalters zu verhindern und die ihn als Kind zu dem, was er nun ist, ausgebildet hat) Kontakt zu Garrett auf. Wenn auch wirklich nicht von der Aussicht auf die Rolle des Welt-Retters begeistert, nimmt er an. Und nach zunehmender Verstrickung in die Intrigen der verschiedenster Parteien stellt sich heraus, dass tatsächlich er der Dieb ist, der nach der Prophezeiung das Eintreten des Dunklen Zeitalters verhindern kann.

Und wie immer gilt bei allen Missionen das all-you-can-steal-Angebot. Für alle Anfprderungen des Diebeslebens stehen Garrett verschiedenste Werkzeuge zur Verfügung. Seien es die Dietriche für die Härtefälle unter den Schlösser, der Knüppel zur Beseitigung ungünstig postionierter Wachen und natürlich eine große Auswahl an Pfeilen, von Wasserpfeilen zur Auslöschung störender Fackeln bis hin zu klassischen Pfeilen zur Auslöschung störender Opponenten. Alles außer dem Knüppel und den Dietrichen ist allerdings nur zur einmaligen Benutzung und nur gegen Gold in einschlägigen Geschäften erhältlich – es empfiehlt sich also fleißig zu looten und vernünftig zu kalkulieren, will man nicht in der nächsten Mission plötzlich mit Knüppel als einzige Offensivwaffe dastehen. Denn dies erhöht den Schwierigkeitsgrad deutlich. Das wichtigste Werkzeug für den Spieler ist allerdings keins dieser, sondern der Kristall – mittig am unteren Bildschirmrand platziert – der Garrett zeigt, wie deutlich er für andere zu sehen ist. Ist er fast schwarz kann man sich ungestört bewegen, solang man nicht zu viel Lärm verursacht (oder der Wache in das Genick atmet). Leuchtet er allerdings hell, ist es höchste Zeit zu entschwinden. Denn jede Wache kennt Garretts Gesicht, schließlich ist es auf einer ausreichenden Anzahl auf Plakaten abgebildet. Zur Minimierung der Entdeckungsgefahr bieten sich dem Spieler drei verschiedene Bewegungsgeschindigkeiten vom lautstarken Laufen bis zum absolut lautlosen Schleichen und die Option, sich an die Wand zu pressen – geeignet zum Verstecken und Wandeln auf schmalen Graten.

Die Story

… ist schließlich der Hauptgrund warum man ein Spiel spielt, und dementsprechend wichtig. Man lobt zwar bei neuen Titeln immer die herausragende Grafik oder KI, aber man kann nicht 20 Stunden schlechte Erzählungen über sich ergehen lassen, nur um die Landschaft zu bewundern. Die größte Angst, die ich hatte, war, dass Thief jetzt in seiner zweiten Fortsetzung das werden würde, was viele Fortsetzungen wurden: ein drittklassiger Aufguss. Das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Die Story schließt an Teil 2 an, wie üblich bei Fortsetzungen, ist aber nichtsdestotrotz wieder neu und spannend. Es ist einfach wieder eins der Spiele, die man spielt, damit man weiß, wie die Geschichte weitergeht. Ich werde also auch nicht weiter spoilen.

Es ist auch keineswegs so, dass man auf verlorenem Posten stünde, weil man Teil 1 und 2 vielleicht nicht gespielt hat. Der Verlauf der Geschichte liefert Neulingen Schritt für Schritt einen Einblick in Garretts Geschichte und Veteranen regelmäßig Anspielungen, die an gute alte Zeiten erinnern.

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