Playable.de Tests

Tom Clancy’s Splinter Cell

Seite 1Seite 2WertungLeserwertungSpiele-DB
playable?
Schulnote 1

Splinter Cell kann in jeder Hinsicht überzeugen: einmalig tolle … weiter

Shop

Third Echelon, eine Unterorganisation der National Security Agency, deren Existenz von der US-Regierung geleugnet wird, tritt in Aktion wenn es um Geheimdienstinformationen zu Fragen der nationalen Sicherheit geht. Die hierfür eingesetzten Kommandoeinheiten nennt man Splinter Cell. Sie bestehen aus einem aktiven Agenten, der über sein Opset mit dem Team verbunden ist und auf diesem Wege seine Aufträge mit den nötigen Informationen erhält.

Am 10. März 2004 tritt die CIA in Verbindung mit Third Echelon. Grund dafür ist der plötzliche Kontaktabbruch zu CIA-Agentin Madison, die sich in Georgien im Einsatz befand. Der CIA-Agent Blaustein, den man zunächst für die Suche einsetzte, ist ebenfalls unerreichbar und gilt als vermisst.

Um die Sachlage aufzuklären, schickt Third Echelon ihren besten Mann: Sam Fisher. Er soll herausfinden, wo sich die beiden vermissten Agenten Madison und Blaustein befinden, und die Lage abchecken. Und so reist Fisher zunächst nach Georgien, dem letzten bekannten Aufenthaltsort der verschwundenen Agenten. Von einem Kontaktmann vor Ort erhält er die Information, dass Agentin Madison einer großen Sache auf der Spur gewesen sein muss, und von geheimen Informationen, die Agent Blaustein in seinem Apartment versteckt hält. Diese Informationen führen Sam schließlich ins örtliche Polizeirevier, wo er die vermissten Agenten auch findet. Allerdings liegen beide in der Leichenkammer und ihre eingepflanzten Geheimchips fehlen. Aber ein Sam Fisher gelangt selbstverständlich auch in Besitz der auf den Chips gespeicherten Informationen. Nun geht die eigentliche Story erst richtig los und Sam begibt sich auf die Jagd nach Cyberterroristen und machtgierigen Staatsmännern.

Schleichen, Spionieren und athletische Übungen

Als Spieler schlüpft man in die Rolle des Elite-Einzelkämpfers Sam Fisher, der schon jede Menge Erfahrung mit Spionageeinsätzen hat. Er besitzt die Fähigkeit, nahezu unsichtbar und lautlos zu agieren und zu spionieren. Zudem verfügt er über ein gutes taktisches Gespür und außerordentliche athletische Fähigkeiten.

Die spannende Hintergrundstory wird vor allem in hervorragend gemachten Zwischensequenzen erzählt. Diese geben viele wichtige und interessante Informationen, sodass der Spieler einen sehr guten Überblick erhält, was die Handlung betrifft. Es wird beispielsweise nach Ende eines Levels per Fernsehnachrichten über aktuelle politische Geschehnisse in der ganzen Welt unterrichtet, die alle in Zusammenhang mit der eigentlichen Spielhandlung stehen. Aber auch dramatische Ereignisse, die Sam Fisher direkt und persönlich betreffen, kommen in den Videosequenzen sehr gut herüber. So zum Beispiel als Teammitglied Wilkes stirbt, der Sam nach jedem Einsatz abgeholt und regelmäßig mit Waffen und sonstigen nützlichen Gegenständen ausgerüstet hat. Auch verschiedene gegnerische Aktivitäten werden gut erzählt, wodurch der Zusammenhang mit den Missionszielen im Spiel viel klarer wird.

Sam durch die Missionen steuern

Die Steuerung erfolgt über Maus und Tastatur, wobei allerdings etwas Eingewöhnungszeit erforderlich ist. Es ist von Anfang an nicht schwer, Sam zu steuern und verschiedene Aktionen ausführen zu lassen. Doch bis man die vielen komplexen Spezialbewegungen, die er beherrscht, verinnerlicht hat, ist schon eine (wenn auch relativ kurze) Übungszeit nötig. Probleme gibt es nur hin und wieder bei der Ansicht, die mit der Maus frei gedreht wird. Wenn Sam zum Beispiel an einem Seil oder einem Rohr hängt, ist die Sicht nach unten sehr eingeschränkt, da er selbige in dieser Perspektive mit seinem eigenen Körper verdeckt. Auch in engen Verstecken gibt es gelegentlich Probleme mit dem Überblick. Ganz besonders wenn Sam sich hinter Vorhängen befindet. Zum Glück gewöhnt man sich mit der Zeit auch daran.

Super-Spion und Elite-Einzelkämpfer Fisher ist natürlich überaus athletisch und durchtrainiert. Und so beherrscht er einige Special Moves, wie beispielsweise den Mauer- oder Spagatsprung, welche einfach toll anzuschauen ist. Um diese Bewegungen auch in Gefahrensituationen schnell ausführen zu können, muss der Spieler wieder fleißig trainieren.

Übung macht den Meister

Ein sehr ausführlicher Trainingslevel macht Sam fit für die bevorstehenden Aufgaben. Jede Bewegungsaktion wird dem Spieler sehr gut vermittelt. So lernt man äußerst schnell die Steuerung kennen. Auch in Sachen taktische Vorgehensweise gibt es ein aufschlussreiches Lernprogramm. So bekommt man schnell ein Gespür dafür, wie man Sam lautlos und von Gegnern ungesehen spionieren lässt, ohne dabei Waffengewalt einzusetzen.

Ein Fest für Augen und Ohren

Da Sam meist unentdeckt bleiben muss, bewegt er sich größtenteils an dunklen und schattigen Orten. Durch den Einsatz spezieller Lichteffekte wirkt die Grafik dabei sensationell und vermittelt dem Spieler eine tolle Atmosphäre. Der Detailreichtum ist ebenfalls eine wahre Augenweide. Selbst auf kleinste Dinge wurde dabei geachtet. So wirken Vorhänge weich und fließend und bewegen sich dementsprechend bei Berührung.

Faszinierend sind auch die Bewegungen von Sam wenn er sich schleichend durch die Level bewegt und Hindernisse überwindet, Gegner lautlos ausschaltet oder seinen berühmten Spagatsprung ausführt und dabei zwischen zwei Wänden knapp unter der Decke hängt. Die Bewegungsabläufe in ihrer großen Vielfalt sind nicht nur praktisch, sondern machen optisch auch noch viel her und wirken sehr realistisch.

Und natürlich muss auch das Erscheinungsbild von Sam Fisher erwähnt werden. Ganz in schwarz gekleidet und mit Nachtsichtgerät und benötigtem Equipment ausgestattet, wirkt er sehr authentisch, aber auch gefährlich. Die Grafik ist in jeder Weise gelungen und absolut sehenswert. Man kann sogar behaupten, dass Splinter Cell - die neuste „Unreal Technology“-Engine als grafische Grundlage macht’s möglich - in Punkto Grafik neue Maßstäbe setzt, denn das Spiel von Licht und Schatten ist ein wahrer Augenschmaus.

Der Sound trägt zur spannenden Atmosphäre während des gesamten Spiels großartig bei. Man hört zum Beispiel das leise Surren von Überwachungskameras, realistische Trittge-räusche, bei denen alte Holzbalken etwa beim Hinüberbalancieren leise knarren, und die Schritte der Gegner, angepasst an die jeweilige Umgebung und Entfernung. Ebenfalls sehr realistisch klingen die Waffengeräusche. Dazu gesellen sich die Hintergrundmusik, die bei drohender Gefahr erklingt, und die Stimme von Sam Fisher, die makellos zu dieser Spielfigur passt und sicherlich vielen als deutsche Synchronstimme von Nicolas Cage sofort bekannt vorkommt.

Playable.de – Wir machen das schon!

?