Playable.de Tests

Tribes: Vengeance

Seite 1WertungLeserwertungSpiele-DB
playable?
Schulnote 2

Tribes: Vengeance knüpft kaum an seine Vorgänger an, dennoch ist ein … weiter

Shop

Rucksack auf und Stiefel an, wir düsen dem neuesten Sequel der Tribes-Reihe entgegen! Doch was ist das? Es hat sich verändert. Sehr zum eigenen Vorteil werden nun auch die Solospieler bedient, und nicht nur die kommen voll auf ihre Kosten. Irrational Games leisteten ganze Arbeit bei einer Neuauflage und Umgestaltung des Taktikshooters. Zwar werden alte Fans etwas entttäuscht über die verlorene Tiefgründigkeit sein, dennoch ist mit Tribes: Vengeance ein spannender, actiongeladener Titel erschienen, der einen Bodycheck zwecks Härtetest verdient hat.

Alles Gute kommt von oben

Das typischste Element der Tribes-Reihe kam natürlich nicht unter den Hammer. Wer also befürchtet, sein Lieblingsballerspiel ohne Jetpack und rutschige Schuhe zocken zu müssen, den kann ich beruhigen. Noch immer ist der selbstladende Rucksack und die Spezialsneakers ein entscheidender Bestandteil des Spiels. Bereits in den ersten Minuten wird man von der Existenz und der Notwendigkeit dieser Technik überzeugt. Denn als Prinzessin seid ihr auf der Flucht. Böse Tribesmember greifen die Flotte eures Vaters an, der euch gegen euren Willen zu einer Heirat zwingen möchte. Obwohl ihr schließlich einwilligen wolltet, bleibt keine Zeit, Daddy davon in Kenntnis zu setzen. Explosionen auf dem gesamten Raumtransporter lassen nur eine geringe Fluchtchance zu. Der Weg führt, wie kann es anders sein, nach oben!

Becoming one of THEM

Leider gelingt die Flucht nicht so ganz. Mit einem dumpfen Geräusch wird die Prinzessin gen Boden geschickt. Kaum erwacht gilt es sich unter den Mitgliedern des Tribes zu behaupten. Zum Einstieg wird hier auch die Nutzung der skiartigen Boots erklärt. Hat man einmal den Grundparcours abgelaufen, kann es mit einer etwas schwierigeren Aufgabe weitergehen. Auf einem riesigen Areal kämpft ihr gegen kleinere abgesandte Truppen, die euch unter Feuer nehmen und Checkpoints bewachen. Hat man auch mit diesen Kerlchen kurzen Prozess gemacht und alle Punkte abgegrast, wird ein kleiner Sprung in die Zukunft unternommen. Ein erbitterter Kampf innerhalb der futuristischen Arena tobt. Mittendrin zwei Mannschaften. Julia und ihre Mannen, treten in diversen sportlichen Spielen an. Ob nun der eigene Tank mit herumliegenden Kanistern zu füllen ist, im Domination-Stil Punkte zu besetzen sind oder einfach ein Deathmatch zu bestreiten ist, Julia behält natürlich die Nerven, doch wer ist die grauhaarige Frau, die auf sie einredet? Die Antwort darauf findet ihr innerhalb der Laufbahn des Solospiels, das nicht nur eine Haut bietet, in die es zu schlüpfen gilt. Aus drei verschiedenen Sichten wird eine zwar nicht sehr innovative, dennoch dauerhaft unterhaltsame Geschichte präsentiert, die es natürlich mit anderen Shootern aufnehmen kann.

Zwischen Lasern, Granaten und Jetpacks

Konfuser und wilder wird es nur noch im Multiplayer. Mit bis zu 32 Personen erfreut man sich an den, zwar wenig innovativen, deswegen doch keineswegs weniger spaßigen Matches. Wie bereits im Singleplayer frönt man hier den typischen Deathmatches, CTF-Clones und noch einigen witzigen Varianten von Fußball und Kaninchenjagd. Ausreichend Spaß wird auf jeden Fall geboten und lässt in keiner Spielminute Langeweile aufkommen. Leider erinnert noch ein Detail an die reine Onlinetauglichkeit der Vorgänger, denn die massigen Modi kann man lediglich nutzen, sofern man auch online ist. Für Offlineuser werden keine Bots angeboten.

Was Grafik und Sound angeht, so gibt es wie im Multiplayer nichts zu beanstanden. Die Optik gefällt zweifelsohne und kann sowohl mit kleinen Landschaften, als auch blechernen Metallschiffen aufwarten. Die überarbeitete Unrealengine bringt zwar nicht den heute möglichen Grafikstandard, bietet jedoch alles was das Herz eines Metzlers bedarf. Der Sound ist passend und bietet neben diversen Düsengeräuschen der Jetpacks auch Funksprüche, Rufe, Explosionen vom Feinsten.

Christian Tillack (xc at progamerz.com)
Mittwoch, 17. November 2004
if (is_kiddie ($user)) header (’Location: http://www.gamigo.de’);

?