Playable.de Tests

Unreal II - The Awakening

Seite 1Seite 2WertungLeserwertungSpiele-DB
playable?
Schulnote 2

Unreal II - The Awakening ist ein toller Shooter, der hauptsächlich … weiter

Shop

Unreal II - The Awakening gehört zu einem der am meisten erwarteten Spiele in diesem Jahr. Kein Wunder, wenn man den hervorragenden Vorgänger betrachtet, der vor knapp vier Jahren mit noch nie da gewesener Grafikpracht und packender Atmosphäre die Spieler vor den Bildschirm bannte.

Mysteriöse Artefakte

Dieses Mal übernimmt der Spieler die Rolle von John Dalton, einem ausgemusterten Ex-Marine, der den wohl mit Abstand langweiligsten Teil des Universums bewacht. Damit ist er natürlich sehr unzufrieden, weshalb er einen Antrag auf Beförderung stellt, der jedoch abgelehnt wird.
Doch kurze Zeit später entdecken Wissenschaftler gerade in diesem Sektor geheimnisvolle Artefakte, die urplötzlich von den verschiedensten Rassen begehrt werden. Und weil die Menschen natürlich auch auf der Jagd nach diesen Artefakten sind, muss Dalton ran und diese vor seinen Widersachern ergattern.

Abwechslungsreiche Szenarien

Da diese Artefakte natürlich weit im Universum verstreut sind, finden die Missionen an den dementsprechend unterschiedlichsten Orten statt. Hier muss man den Entwicklern für die enorme Abwechslung ein großes Lob aussprechen. Ob ein verschneiter Mond, das innere einer riesigen Lebensform, Forschungslabore oder eine düstere Alienstadt - kein Level ist wie das andere.
Dabei wechseln sich Außen- und Innenlevels unregelmäßig ab, so dass sie knapp zwei Drittel des Spiels in typischen Gang-Raum-Gang-Innenlevels bestreiten. Besonders hervorzuheben ist ein Level, das auf einem Planeten stattfindet, der vollständig aus einer einzigen Lebensform besteht. Hier sprießen Haare so groß wie Bäume aus dem Boden, es gibt Poren, die Raumschiffgröße erreichen, und einen Schlund, der mit riesigen Stacheln besetzt ist. Ebenfalls hervorragend ist ein Planet gelungen, der stark an die Alien-Filme erinnert: unheimliche Geräusche, düstere Umgebung und ungewohnte Formen der Gebäude tragen dazu bei und sorgen für eine hervorragend packende Atmosphäre.

Die Atlantis & ihre coole Crew

Nahezu jede Mission beginnt und endet auf dem Raumschiff Atlantis. Dieses bringt Dalton durch das Universum zu dem jeweils als Schauplatz dienenden Planeten. Das Schiff besitzt eine fantastische Crew, die im Folgenden näher vorgestellt wird.

Wie man sieht, hat jedes Crewmitglied eine eigene Geschichte. Zudem sind die Charaktere sehr unterschiedlich und deren Beziehungen sehr spannungsgeladen. Das sorgt für mehr Tiefgang des Spiels und ist sehr gut gelungen.

Tolles Missionsdesign

Mindestens genauso gut wie die verschiedenen Planeten sind die Missionen gelungen. Deren Abwechslungsreichtum und Dramatik sorgen dafür, dass nie Langeweile aufkommt. Das ist eine große Leistung, da Unreal II komplett auf Rätseleinlagen verzichtet und es lediglich mickrige zwei Jump&Run-Einlagen gibt. Falls einmal eine Tür verschlossen ist, die ausschließlich per Schalter geöffnet werden kann, so befindet dieser sich meist direkt im anliegenden Raum oder ein Wissenschaftler ist beim Öffnen der Tür behilflich. Das sorgt dafür, dass das Spiel sehr linear abläuft und es kaum Hänger gibt, weil man so gut immer vorankommt. Wer also geistigen Anspruch erwartet, sollte die Finger von Unreal II lassen, denn danach würde man vergebens suchen.
Bei den Missionen haben sich die Entwickler allerhand einfallen lassen. So muss man beispielsweise das eigene Raumschiff während einer Reparatur vor angreifenden Feinden beschützen oder mit Hilfe eines abgestürzten Marinetrupps eine Lichtung für einige Minuten vor heranstürmenden Aliens verteidigen bis man von einem Raumschiff gerettet wird. In einigen Missionen ist es sogar möglich, den computergesteuerten Partnern Befehle wie „Bewache den Eingang“ zu geben, die umgehend ausgeführt werden. Zusätzliche Hilfen in solchen Missionen sind diverse Verteidigungsanlagen, die der Spieler selbst positionieren darf. Dazu gehören stationäre Raketenwerfer und starke Feldgeneratoren, die erst zerstört werden müssen, bevor sie passiert werden können. Allerdings hat man es in vielen Einsätzen auch mit eben diesen Anlagen zu tun.

Feinde über Feinde

Anders als in vielen anderen Spielen gibt es kein klares Feindbild in Unreal II. Das liegt in erster Linie daran, dass es eine Vielzahl von Parteien gibt, die hinter den wertvollen Artefakten her sind. So hat man es mit verschiedenen Aliengesindeln, aber auch mit gut ausgerüsteten Marines zu tun. Dabei trifft man manchmal auch auf alte Bekannte, wie die bereits aus Unreal bekannten Skaarj.
Weiterhin bekommt man es mit echsenartigen Izarianern und kleinen, großen und riesigen Spinnen zu tun.

Playable.de – Give it to me!

?