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Schulnote 2

Endlich mal wieder ein deutsches Topspiel! Grafik, Sound und Story … weiter

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Die Erde, Ende des 21. Jahrhunderts. Riesige Konzerne streiten sich um die Vormachtstellung auf den unseren schönen Planeten, Staaten gibt es keine mehr. Im Niemandsland zwischen den Territorien häufen sich die Übergriffe von mies gelaunten Piraten. Um die Lage zu klären, engagiert Proteus den Draufgänger Magnus Tide. Der hat gerade eben erst wieder ein Schiff ergattert, nachdem ihm sein letztes bei einem „Unfall“ abhanden gekommen ist. Zusammen mit seinem Schiff ist ihm aber auch seine Flamme Sarah verloren gegangen, die ihre Brötchen ebenfalls bei Proteus verdient.

Hinter der Story von Yager rankt sich ein ganzes Universum. Die Hintergrundgeschichte zum Spiel findet sich in einem Buch von Helge Kautz mit dem Titel „Die Sagittarius-Verschwörung“ wieder.
Soviel sei verraten: Magnus hat vor Jahren einen Jäger ins Meer gesetzt und wurde daraufhin aus der Corporation entlassen. Danach hat er sich eine alte Turboprop gekauft, mit der er dann ununterbrochen in der Freetrade-Zone, Magnus’ Geburtsort, die waghalsigsten Einsätze geflogen ist. Bis er eines Tages wieder bei Proteus auftauchte, mit dem modernsten Jet der je gebaute wurde unter dem Hintern – ein echtes Einzelstück. Wie er zu dem Prachtstück gekommen ist, verrät das Spiel nicht. Wer genaueres wissen will, wird wohl das Buch lesen oder auf ein Yager II warten müssen, das mit ziemlicher Sicherheit erscheinen wird. Yager könnte der Beginn einer langen Serie werden – Potential dazu hat es.

Ein cooler Held, nie um einen netten Spruch verlegen, ein schönes und wortgewaltiges „Babe“, einen fiesen Obermotz, jede Menge interessante Nebencharaktere … und eine Story mit echtem Tiefgang. Während der 22 Missionen kommt es immer wieder zu Wortgefechten zwischen eurem Alter-Ego und diversen Piraten, Sarah oder Gunther van Berg, seines Zeichen DST-Kommandant. Die DST ist der Hauptgegenspieler von Proteus, ein streng militärisch organisierter Haufen humorloser Kampfschweine, immer darauf bedacht, Technologien zu ergattern, die ihnen einen militärischen – und damit auch wirtschaftlichen – Vorsprung verschaffen. Dabei schrecken sie auch nicht vor dem Einsatz von außerirdischen Waffensystemen zurück.

Grafik

Yager setzt in Sachen Engine auf eine Eigenentwicklung von Yager Development. Die Yager Engine sorgt für schick anzusehende Wassereffekte und bombastische Explosionen. Zwischen den gewaltigen Feuerbällen explodierender Treibstofftanks bis hin zu dunklen Rauchschwaden angeschlagener Feinde, das ausgefeilte Partikelsystem zaubert ein Grafikfeuerwerk auf den Bildschirm.
Einziger Wermutstropfen ist die stellenweise stark eingeschränkte Sichtweite. Nach ein paar hundert Metern ist leider Schluss.
PC-Besitzer dürfen sich im Gegensatz zu Xbox-Spielern über detaillierter Texturen und mehr Effekte freuen.

Sound

An dem Sound von Yager lässt sich beim besten Willen nichts bemeckern. Jäger sausen einem um die Ohren, Raketen schlängeln sich zischend in Richtung Ziel. Die musikalische Untermalung sticht nicht gerade hervor, ist aber immer der Situation angemessen und nicht so nervig wie das Einheitsgedudel diverser anderer Titel.
Richtig klasse sind die Synchronstimmen. Hier dürfte es sich wohl positiv auswirken, dass Yager in Deutschland entwickelt wurde. Die Sprecher sind alles andere als lustlos und absolut treffend gewählt. Zehn Stunden Sprachsamples stecken in Yager. Da werden die Missionen auch nie langweilig, weil Aktionen immer mit den verbalen Attacken Magnus’ begleitet werden und abgeschossene Gegner lautstark Racheschwören.
Die hervorragende Synchronisation dürfte ausschlaggebend für die fantastische Atmosphäre Yagers sein. Stellenweise kommt man sich vor wie in einem Kinofilm.

IRC is just a multiplayer notepad.

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