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Schon zweimal hat EA Games versucht, Counter-Strike vom Multiplayerthron zu holen – mit einem völlig anderen Spielprinzip. Battlefield 1942 hieß der erste Versuch, der es mit spannenden Luft-, See- und Panzerschlachten auch beinahe geschafft hätte. Battlefield Vietnam dagegen war im Grunde nicht mehr als ein überteuertes Standalone-Addon und überzeugte somit auch nicht viele Spieler. Mit Battlefield 2 dagegen soll nun endlich der große Sprung getan werden. Eine frische Engine, modernes Kriegsgerät und das langerwartete Ingame-Voice-Feature sollen den neuesten Teil schmackhaft machen; auch für Counter-Strike-Spieler.

Die Engine

… aus Battlefield 1942 soll nun endlich dem Nirvana übergeben werden, nachdem sie für Battlefield Vietnam noch einmal wiederbelebt wurde; allerdings nur wenig verbessert und somit in einer Ära von Far Cry und bald auch Doom 3 nicht mehr zeitgemäß.
Stattdessen soll eine revolutionäre neue Engine geschaffen werden. In dieser soll jeder einzelne Pixel, der auf dem Bildschirm erscheint, dynamisch von mehreren Lichtquellen erhellt und damit auch realistische Schatten werfen können. Die Screenshots sprechen für sich.
An der Physik-Engine soll laut DICE nicht viel gedreht werden. Bleibt zu hoffen, dass die zum Teil meterweit fliegenden oder Abhänge runterrutschenden Minen dennoch von ihrem unruhigen Dasein erlöst werden und ein einigermaßen realistisches Verhalten bekommen. Ach ja: Jeeps sollen jetzt auch nicht mehr spontan in die Luft fliegen wenn sie mit Wasser in Berührung kommen.

USA, China, GL… äh, Nahost-Koalition

Battlefield 2 soll im 21. Jahrhundert spielen. Da geht es natürlich nicht an, dass sich die USA mit den Vietcong herumschlagen oder die Russen mit den Deutschen. Stattdessen hat DICE die (aus Command & Conquer: Generals bekannten) inzwischen wenig originellen Parteien ausgegraben: Die USA, China und… nein, nicht GLA! Aber knapp war es: „Middle-Eastern Coalition“ heißt die dritte Streitmacht.
Den Seiten entsprechend wird auch das Waffenarsenal und der Fuhrpark aufgestockt. Die USA bekommen Hightech-Material aus den Beständen der heutigen US-Army und Schießprügel, die bisher nur als Prototypen existieren und erst in den kommenden Jahren ihren Weg auf die (reellen) Schlachtfelder dieser Welt finden werden. Über ähnliche „Next-Generation“-Waffen werden wohl auch die Chinesen verfügen, natürlich in einem anderen Stil. Welche Mördergeräte die Kämpfer der Nahost-Koalition verwenden dürfen, hat DICE bisher noch nicht verraten – die altehrwürdige AK-47 wird als klassische Terroristen-Waffe aber wohl weiterbestehen.
Wer bei dem Stichwort „Hightech-Material“ an sogenannte Intelligente Waffen denkt, die ihr Ziel selbstständig finden, ohne dass der Mensch etwas großartiges dazu tun muß, der kann beruhigt aufatmen. DICE verspricht, dass obwohl großer Wert auf Realismus gelegt wird (ermöglicht wurde dies durch Zusammenarbeit mit dem US-Militär), in jedem Frag trotzdem noch eigenes Können liegen wird. Spaß soll das Spiel nämlich trotz allem Realismus noch machen.
Das Gleiche wird auch bei Luftschlachten der Fall sein. Dogfights laufen jetzt ähnlich wie in Filmen wie „Top Gun“ ab: Statt auf ein rotes Knöpfchen zu drücken und Sekunden später zu sehen, wie der Gegner auf die Erde stürzt, muss jetzt versucht werden, den Gegner zu „locken“, also im HUD als Ziel zu definieren. Wie das funktionieren wird, bleibt abzuwarten.

Häuserkampf und große Schlachtfelder

Um mehr Nahkampf-Action zu gewährleisten, werden die Maps nicht nur generell kleiner, sie ändern auch dynamisch ihre Größe bei schwankenden Spielerzahlen (die pro Server übrigens über 100 betragen können). Connected ein weiterer Spieler zu einem Server, wird die auf ihm gespielte Map größer. Verlässt er den Server wieder, schrumpft das Kampfgebiet. Damit sollen lange Gefechtspausen ebenso wie überfüllte Karten vermieden werden.
Wer bei den vielen Änderungen im Spielkonzept übrigens fürchtet, dass der gute alte „Conquest“-Modus aus den Vorgängern den Sprung nicht schafft, den können wir beruhigen. Aufgrund seiner Beliebtheit hat DICE beschlossen, ihn auch in Battlefield 2 weiterleben zu lassen.

Sir, ich bin eine Made, Sir!

Einem Spieler aus jedem Team wird es gestattet sein, Kommandant zu werden – gewählt von den anderen Mitspielern. Dieser Kommandant hat zwar nicht das Recht, seine Untergebenen verbal zusammenzustauchen (obwohl das in jedem Clan anders gehandhabt wird), kann aber den Ausgang der Runde entscheidend beeinflussen. Er sieht (ganz im Gegensatz zu den „normalen“ Soldaten) das Schlachtfeld von oben und kriegt spezielle Tools zur Seite gestellt, mit denen er seine Mitspieler zu den Brandherden des Gefechts dirigieren kann. Dabei werden Punkte verteilt: Wer als Team spielt und auch den Kommandanten beachtet, streicht diese ein.
Innerhalb der Battlefield 2-Community wird es eine Art Ranking geben, die durch diese Punkte erreicht werden können. Durch militärische Ränge sieht man sofort, wie erfahren der Mitspieler ist, der zum Beispiel gerade einen Teamkill begangen hat.
Übrigens wird auch der Singleplayermodus neue Gesichtszüge verpasst bekommen. „Mehr als bisherige Bots“ lautet das Statement von DICE. Wie das aussehen soll, bleibt abzuwarten.

Medic strikes back

Der Sanitäter ist wieder dabei. In Battlefield 1942 kaum benutzt (und wenn, dann nur wegen seiner Waffe), wurde er in Battlefield Vietnam ganz weggelassen. Stattdessen trugen mehrere andere Einheitenklassen ein Medipack mit sich.
Jetzt soll sich das aber ändern – und damit auch die Bedeutung des Sanitäters. Denn dieser kriegt jetzt endlich Punkte für das Verarzten verletzter Mitspieler und kann sogar tote Kameraden mit einem Defibrillator wiederbeleben. Das hagelt natürlich wieder Punkte.
Ansonsten bleiben die Einheitenklassen im Grunde die selben: Assault, Sniper, Special Ops, Anti-Armor und eben der Sanitäter.

Schulnote 1

Fazit

Nach dem wenig revolutionären Battlefield Vietnam verspricht Battlefield 2 mal wieder ein paar echte Neuerungen. Gerade auf die neue Grafikengine bin ich gespannt. Und auf die damit verbundenen Systemanforderungen.
Die spielerischen Neuerungen klingen auch interessant, obwohl man sich bei manchen fragt, wie die Kollegen von DICE diese realisieren wollen, zumal die Screenshots darüber bisher auch noch nicht sonderlich viel aussagen.

Georg Holzapfel (memdee at playable.de)
Freitag, 16. Juli 2004
Kommentare
  1. antworten # Maho: Battelfield 2

    :diablo:[COLOR=red]Ich hoffe das es mal klapt ein gutes game im interne zu spielen die schweine haben ja auch wolfenstein ET verboten sone idioten alter[/COLOR]

  2. antworten #

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